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Überregional Goslar stellt Spieler vom Training frei
Sportbuzzer Fußball Überregional Goslar stellt Spieler vom Training frei
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15:02 20.02.2015
Foto: Goslars Rico Galdrow springt Havelses Torschütze Pascal Gos in den Rücken. Quelle: Petrow
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Goslar

"Das Training ist jetzt keine Arbeitszeit mehr, die wir anordnen können", sagte ein Sprecher am Freitag: "Die Teilnahme ist ab sofort freiwillig." Arbeitszeit sei nur noch die Zeit der Spiele. Der Verein wolle damit Nachzahlungen und möglichen Strafverfahren vorbeugen. Wenn Vor- und Nachbereitung des Trainings sowie die Fahrzeiten als Arbeitszeit gelten würden, käme man leicht auf 100 Stunden im Monat pro Spieler, argumentierte Club-Mäzen Folkert Bruns. Wenn dafür der Mindestlohn zuzüglich der gesetzlichen Abgaben gezahlt werden müsste, würde dies die finanziellen Möglichkeiten des Vereins überschreiten. Sogenannte Mini-Jobber können auch weiterhin für 450 Euro im Monat beschäftigt werden, müssen ihre Arbeitszeit aber entsprechend anpassen. Dem niedersächsischen Fußballverband (NFV) ist kein weiterer Fall in Niedersachsen bekannt, in dem ein Fußball-Club ähnliche Konsequenzen wegen des Mindestlohn-Gesetzes gezogen hat.

dpa

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