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Überregional Für 13 Reais zu Jogi
Sportbuzzer Fußball Überregional Für 13 Reais zu Jogi
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22:31 09.06.2014
Von Heiko Rehberg
Die Fähre ist seit Sonntag eine klapprige Berühmtheit, weil auf ihr der deutsche Mannschaftsbus steckengeblieben ist. Links steht unser Reporter Heiko Rehberg.  Quelle: HAZ
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Für 13 Reais geht es zum Jogi. 13 Reais, rund vier Euro, kostet der Platz auf der Fähre, die von Santa Cruz Cabralia über den Fluss Joao da Tiba schippert, um uns Journalisten nach Santo Andre zu bringen, wo die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ihr WM-Quartier bezogen hat. 13 Reais für einen VW Gol und drei Reporter.

Die Fähre „Bom Jesus“ ist seit Sonntag eine klapprige Berühmtheit, weil auf ihr der deutsche Mannschaftsbus steckengeblieben ist. Sie haben den Bus dann irgendwie befreien können, die Nationalspielern waren bereits vorher mit Kleinbussen weitergebracht worden.

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Insgesamt gibt es drei Fähren, zwei große, eine kleine. Fassungsvermögen der großen Fähren: nicht mehr als 20 Autos. Weil allein knapp 200 Journalisten täglich nach Santo Andre wollen, gab es heute am Anleger lange Staus.

Knapp zehn Minuten braucht die Fähre für die Überfahrt, sie stöhnt und ächzt beim Ablegen wie ein altes Geisterschiff. Drüben in Santo Andre hofft ein kleiner Laden, in dem es auch die Fahrkarten zu kaufen gibt, auf das Geschäft des Jahres.

500 Einwohner hauptsächlich aus Santo Andre verfolgten heute das öffentliche Training, darunter auch einige Pataxo-Indianer, was vor allem die Fotografen freute, die sonst täglich spannende Bilder von Oberschenkel dehnenden Nationalspielern von Brasilien aus in die Welt schicken müssen.

Am Nachmittag, wenn die letzten Texte und Bilder verschickt sind, beginnt dann eine kleine Rallye. Jeder will möglichst schnell einen der begehrten Plätze auf der Fähre ergattern. Ein Umweg über Land lohnt sich übrigens nicht: Die Fahrtstrecke beträgt hundert Kilometer ...

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