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Überregional HSV am Abgrund, Stuttgart jubelt
Sportbuzzer Fußball Überregional HSV am Abgrund, Stuttgart jubelt
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19:33 20.04.2014
Hamburgs Trainer Mirko Slomka gestikuliert am Spielfeldrand. Quelle: Marcus Brandt
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Düsseldorf

Nach 51 Jahren ununterbrochener Zugehörigkeit zur Fußball-Bundesliga droht dem Hamburger SV mehr denn je der Sturz in die Zweitklassigkeit. „Wenn ich als erster HSV-Trainer in die Geschichtsbücher eingehe, der absteigt, werde ich vielleicht auch der erste sein, der mit dem HSV aufsteigt“, sagte Coach Mirko Slomka nach dem 1:3 im Nord-Derby gegen den VfL Wolfsburg. Die dritte Niederlage aus den letzten vier Spielen hat die Situation am Tabellenende für die Hanseaten dramatisch verschärft, während sich Hannover 96 und der SC Freiburg am 31. Spieltag wohl endgültig in Sicherheit brachten.

Ein eminent wichtiger Sieg gelang dem VfB Stuttgart mit dem 3:1 (1:0) gegen den Tabellendritten FC Schalke 04. Damit vergrößerten die Schwaben den Abstand zum HSV auf vier Punkte und festigten den 15. Platz. Schalke muss nach der Niederlage um den direkten Einzug in die Champions League bangen, da Verfolger Bayer Leverkusen mit 4:1 beim 1. FC Nürnberg gewann und bis auf vier Zähler herangerückt ist. Beim fränkischen Tabellenvorletzten schwindet dagegen die Hoffnung auf den Klassenerhalt immer mehr. „Es wird immer schwieriger“, gestand „Club“-Trainer Gertjan Verbeek. Dies gilt ebenso für den HSV.

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Nach der Heimpleite gegen Wolfsburg winkten die Zuschauer in Hamburg mit Taschentüchern zum Abschied, eine Reihe gewaltbereiter Anhänger wollte anschließend sogar die Geschäftsstelle stürmen. Es wurde aber niemand verletzt. Derweil schlichen sich die HSV-Profis auf leisen Sohlen davon, oder suchten hilflos nach Erklärungen. „Der Kopf lähmt die Beine“, meinte Torhüter Rene Adler. Angesichts des schweren Restprogramms mit Spielen beim FC Augsburg und dem FSV Mainz sowie gegen Bayern München gilt der Relegationsplatz schon als Ziel. Die Verantwortlichen beobachten bereits die möglichen Gegner.

Während die Chancen des HSV, der Nürnberger und der Braunschweiger immer geringer werden, schafften Freiburg und Hannover beim 3:2-Sieg am Donnerstag in Frankfurt enorm wichtige Siege und haben mit jeweils 35 Punkten den Klassenverbleib dicht vor Augen. „Wir haben einen Riesenschritt gemacht“, befand Freiburgs Torschütze Admir Mehmedi nach dem spektakulären 4:2-Erfolg gegen Borussia Mönchengladbach. Lange Zeit sahen die Gäste einem souveränen Sieg entgegen, ehe Filip Daems einen Elfmeter vergab, Granit Xhaka Gelb-Rot sah und die Gastgeber die Partie drehen konnten. So wird es für die Gladbacher nichts mit der Champions League.

Werder Bremen (36) kann nach dem 3:1 gegen 1899 Hoffenheim gelassen den Saison-Endspurt angehen. „Wir haben durch den Sieg einen riesigen Schritt gemacht. Es ist eine Menge Ballast abgefallen. Wir sind zu 98 Prozent durch“, meinte Werder-Profi Aaron Hunt.

Für Tabellenschlusslicht Eintracht Braunschweig geht es dagegen im Finale der Spielzeit weiter um die Existenz. Nach dem 0:2 gegen den FC Bayern München bleiben die Niedersachsen mit 25 Zählern am Tabellenende und sehen einen Konkurrenten nach dem anderen enteilen.

Für die Bayern, die spät durch die Treffer von Claudio Pizarro (75.) und Mario Mandzukic (87.) zum Sieg kamen, war es eine gelungene Vorbereitung auf das Champions-League-Duell mit Real Madrid. „Das war ein guter Test“, befand Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge nach dem glanzlosen Pflichtsieg. Gegen die Spanier muss sich der deutsche Meister steigern. „Das werden wir tun“, versprach Nationalspieler Thomas Müller.

Auf eine weitere Saison in der Königsklasse darf sich Borussia Dortmund freuen. Nach dem 4:2-Erfolg gegen den FSV Mainz 05 ist die Teilnahme an der Champions League gesichert. „Das war herausragend gut, was meine Truppe gemacht hat“, sagte BVB-Coach Jürgen Klopp. In der Partie gegen seinen ehemaligen Club setzten Klopps Offensivkräfte Marco Reus und Robert Lewandowski wieder Glanzlichter.

Der FC Augsburg hat nach dem enttäuschenden 0:0 gegen die mittlerweile neun Spiele sieglose Berliner Hertha die Chance verpasst, näher an die internationalen Plätze heranzurücken. Für Mittelfeldspieler Daniel Baier ist die ganze Rechnerei ohnehin überflüssig. „Letzte Woche waren wir drin in Europa, diese Woche sind wir raus, immer diese Spielchen von Woche zu Woche. Wir sehen am 34. Spieltag, was los ist.“

dpa

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