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Überregional HSV siegt im Kellerkrimi gegen Nürnberg
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17:23 16.03.2014
Wieder da: Hamburgs Kapitän Rafael van der Vaart im Duell mit Nürnbergs Mike Frantz. Quelle: dpa
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Hamburg

Der Hamburger SV hat einen "Big Point" im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga gelandet. Durch das hochverdiente 2:1 (0:0) gegen den 1. FC Nürnberg verließen die Hanseaten am Sonntag die direkten Abstiegsplätze und kletterten an den Franken vorbei sogar auf Platz 14 in der Tabelle. Vor 52 189 Zuschauern sorgten der starke Hakan Calhanoglu mit seinem neunten Saisontor (80.) und ein Eigentor von Mike Frantz (86.) für die HSV-Treffer, das 1:2 von Josip Drmic (90.+1) kam zu spät. Für die Norddeutschen war es seit Amtsübernahme von Trainer Mirko Slomka der zweite Sieg. Der frühere Coach von Hannover 96 holte bislang sieben von zwölf möglichen Punkten.

Trotz der großen Bedeutung der Partie im Abstiegskampf wollte Slomka von einem Endspiel nichts wissen. Mit ungewöhnlichen Boxübungen im Training schwor der HSV-Coach sein ersatzgeschwächtes Team auf dieses Kellerduell ein. Slomka forderte im vierten Spiel seiner Amtszeit Aggressivität und Leidenschaft. Sieben Spieler, darunter Top-Torjäger Pierre-Michel Lasogga fehlten verletzt, wenigstens Spielmacher Rafael van der Vaart kehrte nach überstandener Grippe für Tomas Rincon ins Team zurück. Die Gäste mussten ihrerseits auf fünf angeschlagene Stammkräfte verzichten.

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Direkt von Beginn an entwickelte sich ein intensives Spiel mit hohem Unterhaltungswert. Die befürchtete Verkrampfung blieb auf beiden Seiten aus. Nach 49 Sekunden stocherte der Nürnberger Routinier Markus Feulner den Ball um Zentimeter am HSV-Kasten vorbei, fast im Gegenzug offenbarte Club-Keeper Raphael Schäfer nach einem van der Vaart-Freistoß erste Unsicherheiten. Die Hanseaten waren die aktivere Mannschaft und investierten mehr. Der starke Calhanoglu sorgte mit zwei Distanzschüssen für Gefahr (3./17.), der ansonsten blasse van der Vaart immer wieder mit Standards.

Der 1. FC Nürnberg zog sich wie erwartet zurück, stand aber im Zentrum kompakt und blieb bei Kontern gefährlich. Feulner traf bei einem Knaller aus halbrechts nur den Außenpfosten (24.), ein abgefälschter Schuss von Hiroshi Kiyotake hätte HSV-Torhüter René Adler beinahe auf dem falschen Fuß erwischt. Kein Vergleich zum schwachen Auftritt bei der 0:5-Abreibung im Hinspiel, die Nürnbergs Coach Michael Wiesinger den Job kostete. Sekunden vor der Halbzeit scheiterte auch HSV-Aushilfsstürmer Jacques Zoua am Pfosten. Mit aufmunterndem Beifall schickten die HSV-Anhänger ihre Lieblinge in die Pause.

Mit noch mehr Dringlichkeit kam der HSV aus der Pause zurück. Das 0:0 war zu wenig. Schließlich waren die Nürnberger bereits das dritte Team aus dem unteren Tabellendrittel, das sich innerhalb von 15 Tagen im Kampf um den Klassenverbleib mit den Hamburgern maß. In Bremen verlor der HSV mit 0:1, gegen Eintracht Frankfurt gab es ein 1:1. Ein Dreier musste her. Van der Vaart wurde von Schäfer gestoppt (59.), Calhanoglu hatte bei zwei Weitschüssen Pech (63./64.), und nach Zouas Kopfball rettete Nürnbergs Innenverteidiger Javier Pinola auf der Linie (70.). Vier Minuten später parierte erneut Schäfer einen Versuch von Ivo Ilicevic.

Der nimmermüde Calhanoglu mit seinem neunten Saisontor (80.) und ein Eigentor von Frantz (86.) zogen den Club wieder tief in den Abstiegssumpf. Der Anschlusstreffer durch das zwölfte Saisontor von Drmic änderte daran nichts mehr.

dpa

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