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Überregional Hoffenheim bleibt durch 1:0-Sieg gegen St. Pauli an der Spitze
Sportbuzzer Fußball Überregional Hoffenheim bleibt durch 1:0-Sieg gegen St. Pauli an der Spitze
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22:48 28.08.2010
Hoffenheim hat gegen St. Pauli 1:0 gewonnen. Quelle: ap
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Vor 23.794 Zuschauern besaß auch St. Pauli Chancen zu einem Sieg, scheiterte aber an der Schwäche im Abschluss. Pech hatte Fabian Boll, der in der 5. Minute mit einem Kopfball die Latte traf.
„Wir haben nicht schlecht gespielt. Wir müssen unsere Lehren aus so einem Spiel ziehen. Wir hatten den Willen, dieses Spiel zu gewinnen“, sagte Pauli-Trainer Holger Stanislawski. „Das waren heute zwei Mannschaften auf Augenhöhe, aber Hoffenheim hat gewonnen.“ Sein 1899-Kollege Ralf Rangnick schätzte den Sieg realistisch ein. „Wir können besser spielen. Aufgrund der Leistung in der zweiten Halbzeit geht der Sieg in Ordnung“, sagte er.

Die Bundesliga-Heimpremiere nach mehr als achtjähriger Abwesenheit vor nagelneuer Haupttribüne wurde zur unterhaltsamen Vorstellung. Die Gastgeber hatten gar mehr vom Spiel und boten den favorisierten Hoffenheimern ohne Zurückhaltung die Stirn. In der abwechslungsreichen Begegnung suchten beide Teams die Offensive, doch meist war vor der Strafraumgrenze des Rivalen Endstation.

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Boll sorgte für die größte Möglichkeit in den ersten 45 Minuten. Nach einem Freistoß von Geburtstagskind Rouwen Hennings jagte der 31 Jahre alte Mittelfeldspieler den Ball per Kopf an die Latte. Danach hielten sich die hochkarätigen Chancen in Grenzen. Dafür machten die Zuschauer auf der neuerbauten Tribüne ungewohnten Krach, den die Hamburger Spieler nach eigenem Bekunden während der Bauphase schmerzlich vermisst hatten. Nach der Südtribüne ist damit der zweite Teil beim Umbau des maroden Stadions abgeschlossen. Die restlichen beiden Tribünen folgen bis 2014.

Drei Minuten nach Wiederanpfiff waren die Gäste nicht auf der Hut, als Hennings im Sitzen den Ball in den Kasten zu zirkeln versuchte (49.). Auch Boll nach Freistoß von Naki (51.) verstolperte die Führung. Die Mannschaft von Trainer Ralf Rangnick, der nur auf die verletzten Chinedu Obasi und Matthias Jaissle verzichten musste, spielte gefällig mit, konnte sich aber vor dem Hamburger Tor nicht entscheidend in Szene setzen. Sejad Salihovic (25.) und Demba Ba (28.), der Torwart Hain mit einem 18-Meter-Gewaltschuss prüfte, hatten ebenfalls gesündigt.

Dann hätte es fast bei den Hamburgern eingeschlagen. Vedad Ibisevic hatte Pech, als er mit einem Heber über St. Paulis Torhüter Hain hinweg nur aufs statt ins Tor traf (52.). Ein Tor des eingewechselten Boris Vukcevic gab Schiedsrichter Manuel Gräfe wegen Abseits nicht (73.), nachdem Hain den Freistoß von Salihovic nicht festgehalten hatte.

St.-Pauli-Trainer Stanislawski, der an der Seitenlinie „immer mit auf dem Platz steht“, wie er bekennt, bewies diesmal Stehvermögen. In den einzigen Partien beider Clubs im Zweitliga-Jahr 2007/2008 war der Hamburger Trainer beide Male auf die Tribüne verwiesen worden.

dpa