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Überregional Inters Titeljäger gewinnen auch die Club-WM
Sportbuzzer Fußball Überregional Inters Titeljäger gewinnen auch die Club-WM
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13:40 19.12.2010
Trotz des Titelgewinns denkt Inter-Coach Rafael Benitez an Rücktritt. Quelle: dpa
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Die Titeljäger von Inter Mailand haben kurz vor Jahresende noch einmal zugeschlagen. Mit dem Gewinn der Club- Weltmeisterschaft in Abu Dhabi legte der Champions League-Sieger aus Italien seinen Fans am Wochenende die fünfte Trophäe in diesem Jahr auf den Gabentisch. „Inter auf dem Dach der Welt“, titelte die Zeitung „La Stampa“ nach dem locker herausgespielten 3:0-Erfolg im Finale über den kongolesischen Außenseiter T.P. Mazembe Lubumbashi.

Auch den Vorläufer-Wettbewerb der Club-WM hatte der nächste Königsklassen-Gegner des FC Bayern München zweimal gewonnen: 1964 und 1965 holten die Mailänder den Weltpokal. „In der Geschichte des italienischen Fußballs hat uns das noch keiner vorgemacht. Inter erst in Europa ganz oben, jetzt in der Welt“, sagte Kapitän Javier Zanetti.

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„Inter demonstriert eine wiedergefundene mentale Solidität. Die Welt gehört Inter, das Jahr 2010 wird für sie unvergesslich sein“, schrieb „La Repubblica“ am Sonntag. Ein früher Doppelschlag durch den Mazedonier Goran Pandev (13. Minute) und Stürmerstar Samuel Eto’o (17.) brachte Inter auf die Siegerstraße. Den letzten Treffer gegen das erste afrikanische Team in einem Club-WM-Finale steuerte der eingewechselte Jonathan Biabiany (85.) bei.

Doch in der Stunde des Triumphes forderte Trainer Rafael Benitez Verstärkungen und gab überraschend Rücktrittsgedanken preis. Der Nachfolger von Jose Mourinho bei Inter, der von den Medien für die Talfahrt des Clubs in der Serie A verantwortlich gemacht wurde, ist unzufrieden mit seiner Situation in Mailand.

„Ich brauche vier, fünf neue Spieler, und das schnell, um die Konkurrenzsituation zu schüren. Das ist wichtig, um weiterhin um Titel zu kämpfen. Wir können aber auch so wie jetzt weitermachen, ohne ein Projekt vor Augen“, sagte Benitez laut „skysports.com“. Er kündigte ein Gespräch mit seinem Berater an. Dort wolle er eine Einigung finden, „falls die Unterstützung nicht da ist“.

Internacional Porto Alegre schloss das Turnier als Dritter ab. Die Brasilianer mit den früheren Bundesliga-Profis Tinga und Andres D’Alessandro setzten sich im kleinen Finale mit 4:2 gegen Seongnam Ilhwa Chunma aus Südkorea durch.

dpa