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Überregional Löw steht zu Spielern und Konzept
Sportbuzzer Fußball Überregional Löw steht zu Spielern und Konzept
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10:18 07.08.2012
Bundestrainer Joachim Löw (M.), Co-Trainer Hans-Dieter Flick (l.) und Torwarttrainer Andreas Köpke, aufgenommen am 28.06.2012 nach dem EM-Halbfinale gegen Italien im polnischen Warschau. Quelle: dpa
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Frankfurt/Main

Bundestrainer Joachim Löw steht auch nach dem enttäuschenden Halbfinal-Aus bei der Fußball-EM fest zu seinen Spielern und seinem Konzept. Große personelle oder strategische Änderungen wird es bei der Nationalmannschaft mit Blick auf die Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien erst einmal nicht geben.

„Wir sind uns mit unseren sportlichen Köpfen absolut einig, dass der eingeschlagene Weg der richtige ist“, sagte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach am Montag nach einer außerordentlichen Präsidiumssitzung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in Frankfurt/Main. „Die anstehende WM-Qualifikation wird nicht leicht werden, aber wir glauben an das große Potenzial unserer Mannschaft und sind sicher, dass sie auch weiterhin erfolgreich sein wird.“

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Löws Reise nach Frankfurt war der erste offizielle Auftritt des Bundestrainers nach der 1:2-Niederlage im EM-Halbfinale gegen Italien 39 Tage zuvor. Die komplette sportliche Leitung der Nationalelf inklusive Assistenzcoach Hansi Flick, Torwarttrainer Andreas Köpke und Manager Oliver Bierhoff präsentierte den DFB-Oberen dabei in der Verbandszentrale ihre Turnier-Bilanz. „Unsere EM-Analyse hat viele verschiedene Aspekte und interessante Erkenntnisse gebracht. Es war uns wichtig, das Präsidium darüber umfassend zu informieren“, wurde Löw in einer DFB-Mitteilung zitiert.

Um welche Aspekte und Erkenntnisse es sich dabei genau handelte, blieb hinter verschlossenen Türen. Auch wie selbstkritisch Löw mit seinen eigenen Entscheidungen umging, ist erst einmal nicht bekannt. Das Ausscheiden gegen Italien war von vielen Beobachtern vor allem dem Bundestrainer selbst angelastet worden. Die Vorwürfe reichten von einer völlig missglückten taktischen Ausrichtung bis hin zu seiner vermeintlichen Nibelungentreue zu Spielern wie Lukas Podolski. Er übernehme „selbstverständlich die Verantwortung“ hatte Löw einen Tag nach dem Spiel gegen Italien dazu gesagt. Am Montag erklärte Niersbach nur: „Wir haben eine sehr überzeugende EM-Analyse gehört.“

Ihr erstes Länderspiel nach der EM wird die Nationalmannschaft in der kommenden Woche am 15. August in Frankfurt gegen Argentinien bestreiten. Sein Aufgebot für diese Partie will Löw an diesem Donnerstag bekanntgeben. Nach einem Bericht des „Kicker“ drängen Spitzenclubs wie Bayern München, Real Madrid und der FC Arsenal darauf, möglichst wenige Profis für dieses Spiel abstellen zu müssen, da sie sich mitten in der Saisonvorbereitung befinden und wie der FC Bayern (Gomez, Schweinsteiger) dazu noch große Verletzungssorgen haben. „Wir freuen uns auf die Begegnung“, betonte Löw dennoch.

Der neue Sportdirektor Robin Dutt wurde bei der Sitzung nun auch offiziell vorgestellt und ins DFB-Präsidium berufen. „Unsere Kernaufgabe muss sein, dass wir von den U-Teams bis nach ganz oben eine einheitliche Philosophie verfolgen“, sagte der 47-Jährige. Dutt war Ende Juli als Nachfolger von Matthias Sammer verpflichtet worden, der den Verband in Richtung Bayern München verlassen hatte.

dpa

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