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Überregional Lospech für Bayern - Dortmund atmet auf
Sportbuzzer Fußball Überregional Lospech für Bayern - Dortmund atmet auf
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19:31 25.08.2011
Das deutsche Trio steht in der Gruppenphase der Champions League vor attraktiven, aber schweren Aufgaben. Quelle: dpa
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Monte Carlo

Für den FC Bayern München türmen sich auf dem Weg ins Champions-League-Heimfinale schon in der Gruppenphase echte Stolpersteine auf, Meister Borussia Dortmund sind die befürchteten Fußball-Schwergewichte erspart geblieben. Knifflige Aufgaben brachte die Auslosung am Donnerstag in Monte Carlo auch für Bayer Leverkusen. Alle drei deutschen Vertreter müssen sich im Kampf um die Achtelfinaltickets mit englischen Top-Teams messen, die Bayern erwischten dabei mit der Millionen-Truppe von Manchester City einen höchst unbequemen Kontrahenten.

„Andere Mannschaften hätten mir besser gefallen“, bekannte der Münchner Sportdirektor Christian Nerlinger. Zudem trifft der deutsche Rekordmeister in der am 13./14. September beginnenden Gruppenphase auf den spanischen Qualifikanten FC Villareal und den SSC Neapel aus Italien - also Teams aus den drei europäischen Top-Ligen. „Das ist die stärkste Gruppe der gesamten Auslosung“, urteilte Trainer Jupp Heynckes. „Wir sind der FC Bayern. Wir wollen und werden diese Gruppenphase überstehen“, meinte Nerlinger jedoch. Schließlich träumen die Münchner nach den überstandenen Playoffs gegen den FC Zürich vom Finale im eigenen Stadion am 19. Mai 2012.

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Die Dortmunder Borussia bekommt es bei ihrem Comeback in der Königsklasse mit dem FC Arsenal, Olympique Marseille und Olympiakos Piräus zu tun. Borussia-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke huschte ein vielsagendes Lächeln über das Gesicht, als die Auslosung der Gruppe F feststand. „Wir sind zufrieden. Arsenal ist der Topfavorit, die anderen drei begegnen sich auf Augenhöhe“, meinte Watzke. „Wer uns zugelost bekommt, hat das Glück, dass viele von unseren Fans mitkommen. Aber das Pech, dass er aus dem vierten Lostopf eine richtig gute Mannschaft erwischt hat“, hatte BVB-Trainer Jürgen Klopp schon vorher gesagt.

Vizemeister Leverkusen hat mit dem FC Chelsea, dem FC Valencia und den Belgiern vom KRC Genk zwar schwierige, aber machbare Aufgaben vor der Brust. „Das ist kein leichtes Programm - zwar angenehm zu bereisen, aber schwer zu bespielen“, befand Trainer Robin Dutt. Sowohl Bayer wie vor allem der BVB hatten zuvor knüppelharte Gruppen fürchten müssen. Die Dortmunder waren im Topf vier der Außenseiter eingestuft worden. Doch das Losglück war den Klopp-Schützlingen im edlen Grimaldi-Forum des Fürstentums hold.

Dagegen bescherte das niederländische Fußball-Idol Ruud Gullit den Bayern als Losfee mit dem neureichen ManCity den Gegner, den alle Titelfavoriten gern vermeiden wollten. Der englische Pokalsieger hat dank der schier unbegrenzten Geldreserven seiner Besitzer aus Abu Dhabi eine Ansammlung von Stars in der Mannschaft vereint, darunter der Ex-Wolfsburger Edin Dzeko und der argentinische Top-Stürmer Sergio Agüero. Für den Neu-Bayern Jerome Boateng kommt es zu einem raschen Wiedersehen mit seinem alten Team.

dpa