Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Überregional Zwist mit Matthäus – Podolski kontert
Sportbuzzer Fußball Überregional Zwist mit Matthäus – Podolski kontert
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:12 04.01.2015
Foto: Lukas Podolski am Freitag am Flughafen in Mailand.
Lukas Podolski am Freitag am Flughafen in Mailand.  Quelle: Matteo Bazzi/dpa
Anzeige
Berlin

Der erwartete Wechsel von Lukas Podolski zu Inter Mailand sorgt für einen öffentlichen Zwist mit Lothar Matthäus. Der Rekord-Nationalspieler wirft dem Weltmeister mangelnde Fokussierung auf den Fußball vor – Podolski konterte prompt über Twitter:


Der bisherige Profi des FC Arsenal garnierte seine Aussage über den zum fünften Mal verheirateten Matthäus mit einem Symbol für eine Braut und ein durchschossenes Herz.

Matthäus hatte Podolski vorgehalten, sich zu sehr von Dingen außerhalb des Platzes ablenken zu lassen. „Lukas hat seine Qualitäten, die muss er jetzt aber wieder auf dem Platz unter Beweis stellen“, sagte Matthäus bei Sky Sport News HD. „Vorher haben wir gehört, er twittert mehr als er spielt. Er sollte sich mehr auf Fußball konzentrieren.“ Bei großen Vereinen wie dem FC Bayern oder dem Londoner Club habe Podolski bislang den Durchbruch nicht geschafft.

Matthäus spielte selbst für Inter Mailand

Matthäus spielte von 1988 bis 1992 selbst für die Mailänder. Die Serie A und der Club seien aber nicht mehr mit seiner eigenen aktiven Zeit vergleichbar. „Mit Inter Mailand hat er natürlich einen großen Namen gezogen, aber der große Name ist Vergangenheit. Platz elf sagt alles aus“, betonte Matthäus. „Mannschaften wie Milan oder Inter, die in den 90er-Jahren Fußballgeschichte geschrieben haben, haben an Glanz und Attraktivität verloren. Deshalb spielen die Topspieler nicht mehr in Italien, sondern in Deutschland, England oder Spanien.“

Mit guten Leistungen könne der zuletzt bei Arsenal selten zum Einsatz gekommene Podolski aber auch wieder für das Nationalteam auf sich aufmerksam machen. „Lukas ist fit und jung genug, er fühlt sich auf der Bank oder Tribüne nicht wohl“, sagte Matthäus.

dpa

03.01.2015
02.01.2015
02.01.2015