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Überregional Mainz gewinnt mit 2:1 gegen Kaiserslautern
Sportbuzzer Fußball Überregional Mainz gewinnt mit 2:1 gegen Kaiserslautern
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17:32 12.09.2010
Die Mainzer Niko Bungert (links) und Florian Heller freuen sich über den 1:1-Anschlusstreffer von Bungert in der 71. Minute. Zwei Minuten später traf Schürrle für Mainz und drehte das Spiel. Quelle: dpa
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Nach dem Rückstand durch den Kroaten Srdjan Lakic (19.) drehten die Mainzer innerhalb von 120 Sekudnen dank Niko Bungert (71.) und dem starken André Schürrle (73.) noch das Spiel. Die 20 300 Zuschauer im ausverkauften Stadion am Bruchweg, darunter auch DFB-Präsident Theo Zwanziger und der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck, sahen 45 Minuten lang viel Kampf und Krampf. Erst nach dem Wechsel hatte die Partie Erstliga-Niveau.

FSV-Manager Christian Heidel hatte vor dem ewig brisanten Duell zur Besonnenheit gemahnt: „Die FCK-Fans mögen in der Regel Mainz 05 nicht und umgekehrt genauso. Aber für Hass ist kein Platz.“ Auf den Rängen blieb es weitgehend ruhig, auf dem Platz zunächst auch. Die Gäste, sichtbar gestärkt durch den 2:0-Coup gegen die Bayern vor der Länderspielpause, investierten mehr, hatten aber in der 18. Minute viel Glück - ein Freistoß des Mainzers Christian Fuchs touchierte den Außenpfosten.

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60 Sekunden später wurden die Lauterer für ihr Anfangsengagement belohnt. Der Österreicher Erwin Hoffer, für Adam Nemec in der Anfangself, verlängerte den Abschlag seines Keepers Tobias Sippel mit der Schulter und Lakic veredelte den Angriff über zwei Stationen mit seinem vierten Tor im dritten Saisonspiel. Auch in der Folgezeit hatte der laufstarke FCK zu viel Raum in der Vorwärtsbewegung und stand hinten mit zwei Viererketten sehr solide.

FSV-Coach Thomas Tuchel wurde auf der Bank zunehmend ungehaltener. Mit wilden Gesten forderte er von seinen Kickern kreative Impulse und mehr Biss in den Zweikämpfen, doch mit Fußballspielen hatte das fünfte Bundesliga-Duell der Nachbarn (je zwei Siege) wenig zu tun. Das Aufregendste nach dem Tor waren noch die gelben Karten für die Lauterer Sebastian Tiffert (26.), Stiven Rivic (28.) und Rodnei (33.).

Mit dem hochgelobten André Schürrle für Sami Allagui und mehr Intensität kam der FSV aus der Kabine. Kaiserslautern hielt mit aggressivem Zweikampfverhalten weiter dagegen, zwei zusätzliche Verwarnungen für Kapitän Martin Amedick (49.) und den Dänen Leon Jessen (51.) waren die logische Folge. Mainz machte dank Schürrle viel Dampf und ausgerechnet Niko Bungert, der für Bo Svensson beginnen durfte, markierte den hochverdienten Ausgleich (71.).

Das Team von Tuchsel setzte nach, vom Neuling kam nicht mehr viel. Der starke Schürrle, von den Bayern, Hoffenheim und scheinbar auch Manchester United umworben, traf mit einem herrlichen Distanzschuss schließlich zum Sieg (73.).

dpa