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Überregional ManUniteds Wasserschaden - Trumpfass van der Vaart
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13:09 03.10.2010
Doppeltorschütze: Rafael van der Vaart. Quelle: dpa
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Vor dem Spiel machte ein Rohrbruch über der Gästekabine die Trikots nass, nach dem Abpfiff sahen Manchester Uniteds Fußballstars wie begossene Pudel aus. Englands um Wortspielereien selten verlegene Sportpresse hatte es nach dem dürftigen 0:0 des Rekordmeisters beim FC Sunderland leicht, Spott und Häme über das Millionen-Ensemble auszuschütten.

„Die Decke droht über Manchesters Meisterschaftsambitionen einzustürzen“, witzelte das Boulevardblatt „News of the World“ nach dem vierten Auswärtsremis der „Red Devils“ in der Premier League. „Der Kader müffelt.“ Obwohl nach sieben Spielen noch ungeschlagen, macht die Unentschieden-Serie zu schaffen. Manchester konnte nicht zum FC Chelsea aufschließen, der am Sonntagabend zum Spitzenspiel beim FC Arsenal ran musste.

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Grund zum Jubeln hatte wieder Rafael van der Vaart, der Tottenham Hotspur zum 2:1 gegen Aston Villa schoss und an die Spitzenränge wieder heranführte. „Er stiehlt schon wieder die Schlagzeilen“, stellte die „Sunday Times“ fest. Der frühere Hamburger spielte sich mit seinem Doppelschlag gegen Villa weiter in die Herzen der Tottenham-Fans. „Er hat einen guten Start erwischt und schlägt sich hervorragend. Er will immer den Ball haben und hat einen Torriecher“, lobte Spurs-Trainer Harry Redknapp den Last-Minute-Neuzugang aus Madrid.

Nach dem Rückstand durch Marc Albrighton (16. Minute) drehte van der Vaart mit seinem ersten Doppelpack das Match (45.+2/75.). „Er ist das Geschenk, das gar nicht aufhört zu schenken“, schrieb der „Observer“ über den neuen Publikumsliebling von Werder Bremens Champions-League-Konkurrenten, der im Königsklassenspiel am Mittwoch gegen Twente Enschede (4:1) mit einem verschossenen Elfmeter, einem Traumtor und einer Gelb-Roten-Karten im Mittelpunkt gestanden hatte.

Manchester-Trainer Sir Alex Ferguson gehörte zu den wenigen, die der Nullnummer im „Stadium of Light“ Positives abgewinnen konnte. „Bei den drei Auswärtsspielen vorher haben wir den Sieg verschenkt, heute uns aber einen Punkt erkämpft“, lobte „Fergie“ indirekt das bessere Sunderland. „In der Abwehr waren wir fantastisch, da hatten wir vorher Schwächen.“ Seinen enttäuschenden Sturm mit Michael Owen und Federico Macheda überging der Meistertrainer allerdings - „Fliegen, die die Sunderland-Abwehr leicht klatschen konnte“, urteilte die „News of the World“. Der verletzte „Brummer“ Wayne Rooney fehlte ManUnited.

dpa