Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Überregional Mirko Slomka wird neuer Trainer beim Karlsruher SC
Sportbuzzer Fußball Überregional Mirko Slomka wird neuer Trainer beim Karlsruher SC
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:00 22.12.2016
Von Carsten Schmidt
Mirko Slomka genießt das Blitzlichtgewitter. Das wird in der 2. Liga geringer ausfallen als in Hamburg, Schalke oder damals in Hannover, wo er für die erfolgreichste Periode der Vereinsgeschichte der „Roten“ sorgte. Quelle: dpa/Daniel Reinhardt
Hannover/Karlsruhe

Bei seiner Antrittsrede, die der Club per Mitteilung verschickte, griff Slomka gleich tief in die Kiste mit den größten Phrasen. „Der KSC gehört für mich in die Reihe großer Traditionsvereine in Deutschland. Und vor diesem Hintergrund ist es mir ein Anliegen, diese Tradition aufrecht zu erhalten und zu pflegen“, sagte der Coach.

Auch KSC-Präsident Ingo Wellenreuther gab wenig Prickelndes von sich, als er von seinem künftigen Trainer sprach. „Wir waren bereits seit einiger Zeit im Gespräch und freuen uns“, sagte er, „dass wir mit Mirko Slomka einen anerkannten Fachmann für uns gewinnen konnten.“ Slomka-Spezi Oliver Kreuzer, inzwischen Sportdirektor beim KSC, fügte an: „Ich kenne ihn sehr gut aus unserer gemeinsamen Zeit beim Hamburger SV und bin mir sicher, dass er bei uns erfolgreich arbeiten wird.“ Slomka, der Nachfolger des Anfang Dezember entlassenen Thomas Oral und von Interimstrainer Lukas Kwasniok ist, wird seine Arbeit im Karlsruhe nach der Winterpause am 3. Januar aufnehmen.

Ein wenig überraschend kommt das Engagement Slomkas bei den Badenern schon. Denn zum einen war er keinesfalls erste Wahl, der Club bekam eine Absage von Dirk Schuster und wurde sich mit Franco Foda nicht einig. Zudem passt ein abstiegsbedrohter Zweitligist eigentlich nicht in sein Anforderungsprofil. Vor ein paar Tagen hatte Slomka noch gesagt, dass er auf eine Möglichkeit hoffe, „dass ich mein Wissen und meine Erfahrung einbringen kann in einen richtig guten Club. Aber das muss passen.“ Gedacht hatte er da eher an Vereine aus der 1. Liga. Und da hatte er sich auch gleich mehrfach in Stellung gebracht.

Stets im Gespräch, nie verpflichtet

Besonders ein Amt beim VfL Wolfsburg schien ihn sehr gereizt zu haben. Dabei hat er auch ein Verhaltenskodex unter Trainern gebrochen, indem er indirekt den Rauswurf eines Berufskollegen forderte. „Die Bilanz von Valérien Ismaël (VfL-Trainer, d. Red.) ist nicht so stark, dass man an ihm festhalten muss“, sagte Slomka und kritisierte auch den Umgang des Franzosen mit seinen Spielern.

Deutliche Worte, die eine neue Anstellung noch schwieriger erschienen ließen. Der Hannoveraner, der auch seinen Berater gewechselt hat (Mark Kosicke statt Jogi-Löw-Berater Harun Arslan) war nämlich nur noch schwer zu vermitteln. Er wurde zwar nach fast jedem Trainerrauswurf als möglicher Nachfolgekandidat genannt, aber er wurde es eben nie. Da nutzte auch seien Omnipräsenz nichts.

Auch bei Hannover 96, wo er für die erfolgreichste Zeit des Vereins mit zwei Europa-League-Teilnahmen gesorgt hatte, fiel sein Name sehr oft nach seinem Rauswurf im Dezember 2013 und seinem missglücktem Engagement beim Hamburger SV (Februar bis September 2014). Zuletzt spielte er allerdings keine Rolle mehr.

Ein Wiedersehen der „Roten“ mit Slomka wird es übrigens bald geben. Am 4. März findet das Rückspiel von 96 beim KSC im Wildparkstadion statt. Es gibt den einen oder anderen Profi bei 96, der sich überhaupt nicht darauf freut.

Das erhoffte Gipfeltreffen wurde es nicht. Der FC Bayern München hat die Kräfteverhältnisse in der Bundesliga mit einem 3:0 über RB Leipzig wieder gerade gerückt. Die Mannschaft ist nun wieder klarer Tabellenführer. 

21.12.2016

Mit einem Spruchband der besonders hässlichen Art haben Anhänger von Hertha BSC beim Gastspiel in Leipzig RB-Sportdirektor Ralf Rangnick beleidigt.

17.12.2016

Hannover 96 hat die Chance, auf einem direkten Aufstiegsplatz zu überwintern: Eintracht Braunschweig kam am Sonnabend beim Karlsruher SC nicht über ein 0:0 hinaus. Am Sonntag haben die "Roten" nun die Chance, mit einem Heimsieg über Sandhausen in der Tabelle vorbeizuziehen.

17.12.2016