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Überregional Noveski rettet Mainz einen Punkt
Sportbuzzer Fußball Überregional Noveski rettet Mainz einen Punkt
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18:52 05.10.2013
Der Mainzer Shinji Okazaki (r) und der Hoffenheimer Andreas Beck versuchen an den Ball zu kommen. Die Partie endete 2:2 unentschieden. Quelle: dpa
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Mainz

Der Rücken von Kapitän Nikolce Noveski entzückt ganz Mainz. „Irgendwie ging der Ball rein“, sagte der Mazedonier fast ungläubig nach seinem kuriosen Ausgleichstreffer mit dem Rücken in der Nachspielzeit (90.+2 Minuten) beim 2:2 (0:2) am Samstag in der Fußball-Bundesliga gegen 1899 Hoffenheim. Nach fünf Pflichtspiel-Niederlagen stoppte der FSV Mainz 05 seine Pleitenserie und feierte das erste Unentschieden der Saison wie einen Sieg.

„Das war wichtig für unser Seelenheil“, meinte ein erschöpfter, aber glücklicher Mainzer Trainer Thomas Tuchel. Es gäbe weiter viel zu verbessern, aber es sei wichtig gewesen, mit „bescheidenen Mitteln“ den „Glauben zu leben“. Der Wille der Mannschaft, trotz des 0:2 noch den Umschwung zu erzwingen, sei nicht selbstverständlich, erklärte Tuchel. „Wir können etwas entspannter in die Länderspiel-Pause gehen“, sagte Tuchel. Nächster Gegner der Mainzer ist der FC Bayern München.

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Vor der Minuskulisse von 25.187 Zuschauern hatten U 21-Nationalspieler Kevin Volland (14. Minute) und Roberto Firmino (22.) scheinbar früh für Hoffenheim die Weichen auf Sieg gestellt. Doch gegen die Kampfkraft der Mainzer fanden die Kraichgauer in der Schlussphase kein Mittel mehr. Nach dem Anschlusstreffer durch Eric-Maxim Choupo-Moting (82.) wackelte 1899 und wurde durch den Ausgleich noch bestraft. „Das ist schwer zu verdauen. Wir haben über weite Strecken gut gespielt, in der Schlussphase aber nachlässig verteidigt. Wir haben den Gegner geweckt“, sagte 1899-Coach Markus Gisdol.

Mit frischem Mut starteten die Hausherren. Ein Freistoß von Johannes Geis sorgte schon nach drei Minuten für Gefahr. Mit Mühe konnte Koen Casteels den Ball abwehren. Nach neun Minuten forderten die Mainzer Spieler und Zuschauer vehement einen Elfmeter, als Niki Zimling im Strafraum von David Abraham zu Boden gedrückt wurde. Schiedsrichter Wolfgang Stark ließ weiterspielen.

Das mehr als wackelige Gefüge geriet erstmals bei einem Schlenzer von Tarik Elyounoussi an die Latte ins Wanken (12.). Kurz danach rächte sich das katastrophale Zweikampfverhalten der Mainzer. Volland setzte sich an der rechten Seitenlinie durch und marschierte fast unbedrängt dem 05-Tor entgegen. Sein Linksschuss landete im rechten Eck. Die Einwechslung von Schipplock zahlte sich schnell aus. Auch er schüttelte Joo-Ho Park und Johannes Geis ab, passte auf Roberto Firmino, der Heinz Müller mit einem Lupfer das zweite Mal das Nachsehen gab.

Mainz-Coach Thomas Tuchel stellte danach um, brachte in Choupo-Moting einen weiteren Stürmer. Zwar war die Partie danach offener, doch die Mainzer waren vor dem Hoffenheimer Tor viel zu fahrig und leisteten sich zu viele Ballverluste. Die TSG kontrollierte die Begegnung und lauerte auf Konter, die aber nicht gut ausgespielt wurden.

Mit dem Mute der Verzweiflung stürzten sich die Mainzer in die zweite Halbzeit. Kampf- und laufstark sollte die Wende im Spiel gelingen. Die Rheinhessen setzten Hoffenheim unter Druck, aber zwingende Chancen spielte sie nicht heraus. Abraham warf sich mutig in einen Schuss von Zimling (56.). Erst das 1:2 durch Choupo-Moting war das Signal zur Schlussoffensive. 1899-Kapitän Andreas Beck schoss nach der siebten Ecke und einem Kopfball des aufgerückten 05-Torhüters Müller Noveski an den Rücken. Von dort trudelte der Ball ins Netz.

dpa

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