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Überregional Platini fordert Blatter zum Rücktritt auf
Sportbuzzer Fußball Überregional Platini fordert Blatter zum Rücktritt auf
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19:36 28.05.2015
Foto: Michel Platini fordert den FIFA-Chef Joseph Blatter zum Rücktritt auf.
Michel Platini fordert den FIFA-Chef Joseph Blatter zum Rücktritt auf. Quelle: dpa
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Zürich

UEFA-Präsident Michel Platini hat den umstrittenen FIFA-Boss Joseph Blatter zum Rücktritt aufgefordert. "Ich habe ihm gesagt: 'Bitte verlasse die FIFA. Lass es sein'", berichtete der Franzose am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Zürich von der Unterredung mit Blatter und ergänzte: "Es wäre ein Zeichen von Größe gewesen. Fußball ist wichtiger als Personalien, aber er hat gesagt: 'Es ist zu spät. Ich kann nicht aufhören, nicht zu Beginn dieses Kongresses.'"

Die Schweizer Polizei hat mehrere Fifa-Funktionäre in Zürich festgenommen.

Platini gilt als großer Unterstützer von Blatter-Herausforderer Prinz Ali bin al-Hussein. Die UEFA werde zum "allergrößten Teil" für den Jordanier stimmen, erklärte er.

Nach dem FIFA-Skandal steht Blatter unter starkem Beschuss – nicht nur vonseiten der Staatsanwälte, die wegen Korruption bei der WM-Vergabe ermitteln. Auch im Internet sind Sepp Blatter und sein Weltfußballverband Thema.  

Niersbach würde sein Mandat im Exekutivkomitee der FIFA auch bei Wiederwahl von Blatter antreten

Wolfgang Niersbach, Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), wird sein Mandat im Exekutivkomitee des Weltverbands FIFA wohl auch bei einer Wiederwahl des umstrittenen Präsidenten Joseph S. Blatter antreten. "Das sind innere Kämpfe, die bei mit stattfinden. Aber Stand jetzt: Wem ist damit geholfen, wenn ich sage, ich nehme die Wahl nicht an?", sagte Niersbach am Donnerstag.

Der 64-Jährige war von der Europäischen Fußball-Union (UEFA) ins FIFA-Exko bestellt worden, damals zusammen mit dem Briten David Gill, der aber bei der wahrscheinlichen Bestätigung Blatters als FIFA-Boss am Freitag seinen Dienst nicht antreten will. Es sei ein "Abwägen", sagte der DFB-Präsident: "Boykottiert man etwas, oder geht man ins Exko und hat die Chance, etwas zu verändern".

Die Frage eines Verzichts habe er sich aber gestellt. "Diese schwierige Frage bewegt mich, aber ich will sie sacken lasen", sagte Niersbach. Erster "Arbeitstag" Niersbachs im neuen FIFA-Exko ist der kommende Samstag, wo trotz der tiefen Krise über die Anzahl der WM-Startplätze für die Endrunden 2018 (Russland) und 2022 (Katar) entschieden werden soll.

dpa/sid

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