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Überregional Randale: Werder-Fans in Hannover festgehalten
Sportbuzzer Fußball Überregional Randale: Werder-Fans in Hannover festgehalten
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20:18 22.11.2015
Polizisten betreten den Hauptbahnhof Hannover, um die Fans von Werder Bremen aus dem Zug zu holen. Quelle: Doeleke

Mit mehr als 300 Beamten musste die Polizei am Sonnabend gegen gewalttätige Anhänger von Werder Bremen vorgehen, die nach einer Fahrscheinkontrolle im Hauptbahnhof randalierten. Die Bundespolizei nahm insgesamt 128 Fußballchaoten in Gewahrsam und leitete gegen sie Ermittlungsverfahren wegen Landfriedensbruchs ein. Drei Personen müssen zudem mit einer Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung rechnen. Zudem erhielten 51 Fußballfans eine Anzeige wegen Leistungserschleichung, weil sie ohne Fahrkarte gefahren waren. Dies war die Ursache für die Ausschreitungen.

Nach Informationen der Bundespolizei hatten sich 113 Werder-Fans, die mit einem Regionalzug auf dem Weg zum Auswärtsspiel ihrer Mannschaft nach Wolfsburg waren, geweigert, ihre Fahrkarten vorzuzeigen. Stattdessen hatten sie die Zugbegleiterin aus dem ersten Abteil ausgesperrt. Die Schaffnerin rief daraufhin die Bundespolizei. Die Beamten empfingen die Bremer, unter denen sich auch zehn bekannte Gewalttäter befanden, am hannoverschen Hauptbahnhof und nahmen die Personalien auf. Währenddessen blockierten andere Bremen-Anhänger die Abfahrt von zwei Anschlusszügen Richtung Wolfsburg. Als die Kontrolle der Polizei vorbei wahr, solidarisierten sich die beiden Fangruppen, vermummten sich und gingen zum Angriff über.

Unter anderem sollen sie Flaschen auf unbeteiligte Reisende geworfen und Polizisten angegriffen haben. Dafür entleerten sie unter anderem fünf Feuerlöscher, die sie zuvor im Zug entwendetet hatten, auf Polizisten und Diensthunde. Zudem zogen sie Notbremsen, blockierten Türen und schlugen eine Scheibe ein. Bundes- und Landespolizei gingen daraufhin mit Schlagstöcken, Pfefferspray und Polizeihunden gegen die Chaoten vor und mussten sogar die Bundesreserve mit dem Hubschrauber einfliegen lassen, um die Lage unter Kontrolle zu bringen. Nachdem sie die Randalierer festnehmen konnten, wurden sie unter großer Polizeibegleitung mit einem Zug zurück nach Bremen gebracht.

Auch vor dem Spiel Hannover 96  gegen Mönchengladbach hat es Ausschreitungen gegeben. Nach einer Auseinandersetzung an einem Regionalzug hat die Polizei mehr als Hundert 96-Fans, die zum Auswärtsspiel in Mönchengladbach angereist waren, wieder nach Hause geschickt. Der Grund: Sie sollen im Zug die Notbremse gezogen haben. Doch das bestreiten die 96-Fans. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

sid/mic

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