Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Überregional Prödls Gesichtsverletzung empört Werder Bremen
Sportbuzzer Fußball Überregional Prödls Gesichtsverletzung empört Werder Bremen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:21 22.01.2012
Werder-Profi Sebastian Prödl ist durch einen Tritt von FCK-Stürmer Dorge Kouemaha schwer am Kopf verletzt worden. Quelle: dpa
Anzeige
Kaiserslautern

Äußerlich wirkte Klaus Allofs nach der Nullnummer beim 1. FC Kaiserslautern gefasst, doch im Innern des Geschäftsführers von Werder Bremen brodelte es mächtig. Der nicht geahndete Tritt von FCK-Stürmer Dorge Kouemaha an den Kopf von Sebastian Prödl, der einen Nasenbein- und Oberkieferbruch sowie eine Gehirnerschütterung erlitt und für längere Zeit ausfallen wird, empörte Allofs noch lange nach dem Abpfiff und rückte das sportliche Geschehen in den Hintergrund.

„Ich bin traurig darüber, dass sich Basti so schwer verletzt hat. Traurig bin ich aber auch darüber, dass eine solche Aktion nicht geahndet wird. Es ist für mich unverständlich, dass weder der Schiedsrichter noch sein Assistent das als elfmeterwürdig ansieht. Es geschehen schon seltsame Dinge“, kritisierte Allofs Referee Robert Hartmann und dessen Gespann.

Anzeige

Schon zur Pause hatte Allofs dem Unparteiischen seinen Unmut kundgetan. „Wir haben in der Halbzeit darüber gesprochen. Er hat mir gesagt, er hätte es nicht gesehen. Aber dafür hat man dann einen Assistenten. Die zeigen sonst ja auch alle möglichen Dinge an. Es gab drei Leute im Stadion, die es nicht gesehen haben. Und die, die am Bierstand waren“, sagte Allofs mit Ironie in der Stimme.

Die Szene in der 23. Minute war der größte Aufreger in einer Partie, in der die 40 381 Zuschauer trotz einer Vielzahl von Chancen auf beiden Seiten keine Tore zu sehen bekamen. Zunächst traf Markus Rosenberg mit einem Kopfball nur den Pfosten. Beim Versuch, den Abpraller zu verwerten, wurde Prödl dann von Kouemaha mit voller Wucht am Kopf getroffen und musste mit einer blutenden Wunde vom Platz getragen werden.

Die Pfeife des Unparteiischen blieb jedoch stumm. „Es ist mir unverständlich, wie man so etwas nicht sehen kann“, wetterte Werder-Trainer Thomas Schaaf. Auch die Bremer Profis waren angefressen. „Dem Schiedsrichter hat vielleicht die Unterstützung von der Linie gefehlt. Der Assistent muss das gesehen haben“, erklärte Kapitän Clemens Fritz. Und Torwart Tim Wiese meinte: „Der Fuß war so hoch, das habe ich sogar gesehen.“

Prödls Ausfall zwingt Werder dazu, noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv zu werden. „Ich denke schon, dass wir uns jetzt Gedanken machen müssen“, sagte Allofs. Denn in Andreas Wolf steht ein anderer Innenverteidiger vor dem Absprung zum AS Monaco. „Am Montag werden wir etwas dazu sagen“, kündigte der Geschäftsführer an. 

dpa

Mehr zum Thema

Der 1. FC Kaiserslautern ist einmal mehr an seiner Abschlussschwäche gescheitert und schwebt nach dem achten sieglosen Spiel in Serie weiter in Abstiegsgefahr. Zum Auftakt der Rückrunde in der Fußball-Bundesliga kamen die „Roten Teufel“ vor 40.381 Zuschauern gegen Werder Bremen nicht über eine Nullnummer hinaus und bleiben mit 17 Punkten als 16. im Tabellenkeller.

22.01.2012

Der FC Schalke 04 ist Tabellenführer Bayern München in der Bundesliga dicht auf den Fersen. Der Pokalsieger startete am Samstag mit einem 3:1-Sieg gegen den VfB Stuttgart ins Fußball-Jahr 2012 und schloss mit 37 Punkten zum Herbstmeister auf, der am Freitagabend eine 1:3-Pleite bei Borussia Mönchengladbach erlitten hatte.

21.01.2012

Hannover 96 ist mit einem torlosen Spiel in die Rückrunde der Fußball-Bundesliga gestartet: Die „Roten“ trennten sich am Sonnabend von 1899 Hoffenheim mit einem 0:0-Unentschieden.

22.01.2012
21.01.2012
Überregional Bayern kalt erwischt - Heynckes kritisiert Neuer
21.01.2012