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Überregional Tumulte bei FIFA-Fanfest in São Paulo
Sportbuzzer Fußball Überregional Tumulte bei FIFA-Fanfest in São Paulo
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06:53 18.06.2014
Zusammenstöße zwischen WM-Gegnern und Polizei: Die Sicherheitskräfte gingen mit Gummigeschossen gegen die Demonstranten vor. Quelle: dpa
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São Paulo

Nach dem WM-Gruppenspiel zwischen Brasilien und Mexiko (0:0) ist es beim FIFA-Fanfest in São Paulo zu Tumulten gekommen. Die Show musste unterbrochen werden, nachdem einige Fans versuchten, auf das mit rund 30 000 Besuchern bereits voll ausgelastete Gelände zu gelangen. Die Polizei versuchte, die Fans davon abzuhalten. Bereits vor dem Spiel hatten verärgerte Anhänger Flaschen auf Polizisten geworfen, weil sie nicht mehr zum Fanfest vorgelassen wurden. 

Zusammenstöße zwischen WM-Gegnern und Polizei wurden unterdessen am Dienstag aus dem WM-Spielort Fortaleza im Nordosten Brasiliens gemeldet. Am Rande der Partie des WM-Gastgebers hatten sich etwa 300 Menschen unterschiedlicher Gruppen versammelt. Die Sicherheitskräfte gingen mit Gummigeschossen gegen die Demonstranten vor. Es gab rund 30 Festnahmen, berichteten lokale Medien. 

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Rund 200 Menschen nahmen in Belo Horizonte an einem Anti-WM-Protest teil, der aber friedlich blieb. Der Protest richtete sich auch gegen zu hohe Fahrpreise im öffentlichen Nahverkehr. Die Demonstranten blockierten zeitweise eine Straße. Einige Frauen hatten sich den Slogan „FIFA go home“ auf den Bauch geschrieben. Die Polizei ist während der WM in Belo Horizonte mit über 12 000 Beamten im Einsatz. In dem Spielort trafen am Dienstag Belgien und Algerien aufeinander. 

Im Zentrum der WM-Stadt Recife räumten Spezialeinheiten der Polizei ein Gelände, das von Besetzern in Beschlag genommen worden war. Sie setzten damit einen Gerichtsbeschluss um. Der Koordinator der „Bewegung Städtische Rechte“, Leonardo Cisneiros, berichtete, dass die Polizei Gummigeschosse und Tränengas eingesetzt habe. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International verurteilte das Vorgehen der Polizei als unverhältnismäßig.

dpa

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