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Überregional "Danke für alles, Coach"
Sportbuzzer Fußball Überregional "Danke für alles, Coach"
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11:40 09.06.2016
Foto: Die Fußball-Bundesliga trauert um Sascha Lewandowski.
Die Fußball-Bundesliga trauert um Sascha Lewandowski. Quelle: dpa
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Bochum/Leverkusen/Berlin

Die Fußball-Bundesliga trauert um Sascha Lewandowski. Der frühere Trainer von Bayer Leverkusen und des 1. FC Union Berlin ist im Alter von 44 Jahren am Mittwochnachmittag tot in seiner Wohnung in Bochum aufgefunden worden. Die Nachricht, die am Donnerstagmorgen bekannt wurde, sorgt für rege Anteilnahme.

Sascha Lewandowski begann als Trainer verschiedener Jugendmannschaften und arbeitete sich bis zum Cheftrainer von Bayer 04 Leverkusen hoch. Wir zeigen Bilder aus seiner Bundesliga-Karriere.

Ehemalige Weggefährten von Lewandoski, der im Frühjahr wegen eines Burnout-Syndroms seine Vertrag bei Union aufgelöst hatte, äußerten sich:

Rudi Völler (Sportdirektor Bayer Leverkusen): "Es ist für uns alle kaum vorstellbar, dass Sascha tot ist. Er war ein toller Mensch, der all seine Kraft und Leidenschaft in seine Arbeit einbrachte. Sowohl im Jugend- als auch im Lizenzspielerbereich hat Sascha fantastische Arbeit geleistet. Unser tiefes Mitgefühl gilt seinen Hinterbliebenen".

Michael Schade (Geschäftsführer Bayer Leverkusen): "Wir alle sind schockiert und tief betroffen. Unsere Gedanken sind jetzt bei seiner Lebensgefährtin und bei seinen Familienangehörigen. Sascha Lewandowski war ein wunderbarer Mensch, der in Leverkusen Spuren hinterlassen hat. Sein Name ist eng verbunden mit den sportlichen Erfolgen unseres Klubs in den vergangenen Jahren. Es ist furchtbar, dass er nun nicht mehr unter uns ist. Wir alle hatten gehofft, ihn im Sommer wieder auf einer Trainerbank zu sehen".

Dirk Zingler (Präsident Union Berlin): "Wir sind tief bestürzt und unglaublich traurig. Unsere aufrichtige Anteilnahme und unser tiefes Mitgefühl gilt der Familie und den Angehörigen von Sascha Lewandowski."

Wolfgang Holzhäuser (ehemaliger Geschäftsführer Bayer Leverkusen): "Ich bin sprachlos, das tut total weh."

Viele Profi-Sportler leiden oder litten unter Burnout oder Depression: Wir nennen Beispiele - vom Olympiasieger, über 96-Spieler bis hin zu Oliver Kahn.

Auch in den sozialen Netzwerken wurde der Tod Lewandoskis öffentlich betrauert. Viele Bundesliga-Klubs reagierten bei Twitter und übermittelten ihr Mitgefühl. Neben vielen Fußball-Fans reagierten auch Trainer-Kollegen und Spieler bestürzt auf die Nachricht.

Ex-Spieler Kevin Kampl bedankte sich. Auf Instagram schrieb er: "Danke für alles, was ich bei Ihnen lernen durfte Coach!"


Pal Dardai, Cheftrainer von Hertha BSC, trauert um den Kollegen.

Auch Hakan Çalhanoğlu, der bei Leverkusen unter Trainer Lewandowski spielte, äußerte sich:

Fern vom Sport reagierte auch die Politik. Bundesjustizminister Heiko Maas twitterte:

sid/dpa/RND/zys

09.06.2016
08.06.2016