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Überregional DFB erwartet 4,5 Millionen Euro aus Benefizspiel
Sportbuzzer Fußball Überregional DFB erwartet 4,5 Millionen Euro aus Benefizspiel
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18:46 06.06.2014
Wolfgang Niersbach (von links), Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), Teresa Enke, Vorsitzende der Robert-Enke-Stiftung, und Reinhard Rauball, Präsident des Ligaverbandes (DFL) erläutern das soziale Engagement des deutschen Fußballs. Quelle: dpa
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Mainz

DFB-Vizepräsident Eugen Gehlenborg informiert in einem Interview auf der Internetseite des Verbandes über das Benefizspiel.  „Gut die Hälfte bekommt die Egidius-Braun-Stiftung. Die Bundesliga-Stiftung erhält ein Drittel. Die Zusammenarbeit mit der Liga bei den Sozialthemen ist inzwischen sehr vertrauensvoll und konstruktiv, etwa auch jetzt bei der Sozialkampagne im WM-Land Brasilien“, erklärte Gehlenborg. „Den Rest der 4,5 Millionen Euro erhalten die DFB-Kulturstiftung und die Sepp-Herberger-Stiftung, die ihre Arbeit ohne das Benefizspiel nicht machen könnten.“

Die Robert-Enke-Stiftung wird vom Deutschen Fußball-Bund (DFB), dem Ligaverband (Die Liga – Fußballverband e.V.) und Hannover 96 getragen. Die Stiftung gehört zu den Unterstützern einer neuen Publikation, die in Frankfurt beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) vorgestellt worden ist. Unter dem Titel „Tipps und Lösungen für mentale Stärke und psychische Gesundheit im wettkampforientierten Leistungssport“ werden darin vor allem Trainern praxisnahe Ratschläge gegeben, wie sie Sportlern in dieser Hinsicht zur Seite stehen können. Teresa Enke, Vorstandsvorsitzende der Stiftung, betonte bei der Präsentation, dass die Handlungshilfe für alle Sportbereiche relevant sei. Zu den Projektpartnern gehört auch die Deutsche Sporthochschule Köln.

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„Nur wer körperlich und psychisch gesund ist, kann im Sport die optimale Leistung bringen. Gerade in der Spitze müssen unsere Fußballspieler besondere Belastungen meistern. Trainerinnen und Trainer sind gefordert, hier gezielt Unterstützung zu leisten, um Fehlbelastungen zu vermeiden. Hierfür wollen wir Hilfestellung geben“, sagte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach bei der Präsentation. Die Publikation ist im Rahmen des vom BMAS geförderten Projekts Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt (psyGA) entstanden, das bereits zahlreiche weitere Hilfen zum Thema veröffentlicht hat.

Die Begegnung zwischen Deutschland und Armenien am Freitag in Mainz ist bereits das 13. Benefizländerspiel dieser Art. „Die Idee hatte der damalige DFB-Präsident Egidius Braun. Nach den Anschlägen auf ein Asylbewerberheim in Rostock und dann dem Brandanschlag auf die Familie Genc in Solingen ließ er seinen Stab ein Spiel zwischen der Nationalmannschaft und einer internationalen Bundesligaauswahl organisieren. Das Spiel stand unter dem Motto: „Mein Freund ist Ausländer“. Das war 1993, das Benefizländerspiel hat mittlerweile also eine stolze Tradition“, erinnerte Gehlenborg.

Die Robert-Enke-Stiftung

Auf regionaler Ebene arbeitet die Robert-Enke-Stiftung mit dem „Bündnis gegen Depressionen in der Region Hannover“ zusammen. Ein weiterer Kooperationspartner ist die Kinderkardiologie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Dort war Enkes herzkranke Tochter Lara, die 2006 starb, nach ihrer Geburt behandelt worden.

Außerdem finanziert die Stiftung in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) die Einrichtung des Referats Sportpsychiatrie an der Universität Aachen unter der Leitung von Enkes ehemaligem behandelnden Arzt Valentin Markser.

dpa/ska

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