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Überregional Russland und Katar WM-Gastgeber 2018 und 2022
Sportbuzzer Fußball Überregional Russland und Katar WM-Gastgeber 2018 und 2022
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17:13 02.12.2010
FIFA-Präsident Joseph Blatter gibt die Entscheidung über die WM-Gastgeber der Weltmeisterschaften 2018 und 2022 bekannt. Quelle: ap
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Russland ist Gastgeber der Fußball-WM 2018, Katar erhielt den Zuschlag für 2022. Das entschied der Fußball-Weltverband FIFA am Donnerstag in Zürich, wie Präsident Joseph Blatter nach der Sitzung des Exekutivkomitees mitteilte. Beide sind erstmals Veranstalter einer Endrunde. „Wir betreten Neuland“, sagte Blatter. Die nächste WM findet 2014 im Land von Rekordtitelträger Brasilien statt. Vier Jahre später ist erstmals seit Deutschland 2006 wieder Europa Schauplatz des Final-Turniers.

Russland setzte sich dabei gegen das Fußball-Mutterland England sowie die gemeinsamen Bewerbungen von Spanien/Portugal und der Niederlande und Belgiens durch. Mit den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi findet vier Jahre zuvor ein weiteres sportliches Großereignis in Russland statt. „Lasst uns zusammen Geschichte schreiben“, erklärte Russlands Vize-Regierungschef Igor Schuwalow. Premier Wladimir Putin hatte angekündigt, bei einem Sieg nach Zürich zu reisen und sich „mit Vergnügen“ mit dem Exekutivkomitee der FIFA zu treffen.

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Katar erhielt den Vorzug vor den Bewerbungen aus den USA, Australien, Japan und Südkorea. Mit seiner Kandidatur um die Olympischen Spiele 2016 war der Wüstenstaat noch in der Vorausscheidung gescheitert. „Danke, dass Sie an uns glauben, an den Wandel glauben“, sagte Bewerbungschef Scheich Mohammed bin Chalifa Al Thani und kündigte an: „Wir werden Sie nicht enttäuschen. Wir sind bereit, Sie werden stolz sein - das verspreche ich Ihnen.“

Beide Ausrichter müssen allerdings in den kommenden Jahren noch riesige Herausforderungen lösen. Die großen Distanzen zwischen den geplanten 13 Spielorten in Russland gelten als Problem, zumal die Flug- und Zugverbindungen schlecht sind. Von den geplanten 16 Spielstätten müssen 13 neu gebaut oder komplett umgebaut werden. Die veranschlagten Gesamtkosten liegen bei 3,82 Milliarden Dollar.

Russland hatte der FIFA im Falle des Zuschlages für die WM 2018 satte Millionengewinne in Aussicht gestellt. Russlands Sportminister Witali Mutko erklärte, dass aus der Wirtschaft über eine Milliarde Dollar in das Sponsoring der Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi investiert worden seien. Da der Fußball in Russland die Sportart Nummer 1 sei, könne man im Falle der WM-Vergabe in das Riesenreich mit noch höheren Zuwendungen rechnen.

Geld spielt für die Scheichs in Katar keine Rolle. Von den sieben Spielorten in dem kleinen Land am Persischen Golf liegen fünf im Umkreis von 25 Kilometern - es wird damit eine WM der kurzen Wege. Geplant sind zwölf Spielstätten, die Kosten werden mit 2,87 Milliarden Dollar veranschlagt. Das Hitzeproblem wollen die WM-Macher lösen, indem sie die befürchteten Temperaturen von bis zu 50 Grad herunterkühlen.

dpa

Dieser Artikel wurde aktualisiert.