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Überregional SC Freiburg bangt um Einsatz von Torjäger Cissé gegen Hannover 96
Sportbuzzer Fußball Überregional SC Freiburg bangt um Einsatz von Torjäger Cissé gegen Hannover 96
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14:54 25.11.2010
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Fußball-Bundesligist SC Freiburg bangt vor dem Auswärtsspiel bei Hannover 96 um den Einsatz seines Torjägers Papiss Demba Cissé. Nach Angaben von Trainer Robin Dutt konnte der 25-Jährige wegen Kniebeschwerden mehrere Tage nicht trainieren. „Die Chance liegt bei 50:50. Es ist Flüssigkeit ins Knie gelaufen. Wir werden aber noch einen Trainingsversuch starten“, sagte Dutt am Donnerstag. Cissés Ausfall wäre eine arge Schwächung für den SC. Der Senegalese, der seit seinem Wechsel im Januar erst eine Partie verpasst hat, erzielte bislang 10 der 19 Freiburger Saisontore.

Als erste Alternative zu Cissé stünde in der Partie am Samstag um 15.30 Uhr Stefan Reisinger bereit. Kisho Yano wäre ein weiterer denkbarer Ersatz. Fraglich ist das Mitwirken von Cedric Makiadi, den muskuläre Probleme plagen. Kapitän Heiko Butscher wird nach überstandenem Innenbandriss im Knie in den Kader zurückkehren, vermutlich aber auf der Bank sitzen. „Momentan haben wir eine gut eingespielte Mannschaft“, sagte Dutt. Dass Butscher in der Abwehr für Ömer Toprak ins Rennen geschickt wird, ist daher unwahrscheinlich.

Der Kapitän ist aber auch so wieder deutlich näher an der Anfangsformation als fünf weitere potenzielle Stammspieler. So hat Johannes Flum, der sich in der Sommerpause einer Knie-Operation unterziehen musste, erneut einen Rückschlag erlitten: Beim Spiel der zweiten SC-Mannschaft erlitt er am vergangenen Wochenende einen Bluterguss in der Wade. Auch die Rückkehr von Innenverteidiger Pavel Krmas (Wadenverletzung) ist weiterhin nicht absehbar. Wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen ist dagegen Jonathan Jäger.

In Hannover, wo in dieser Saison ebenfalls ein frischer Wind weht, möchte der Sportclub an seine guten Auswärtspartien anknüpfen. Bislang gewannen die Breisgauer in der Fremde schon drei Spiele. „Wir wollen von unseren Tugenden nicht abweichen“, erklärte Dutt. „Es wird zunächst wichtig sein, die richtige Einstellung und Leidenschaft auf den Platz zu bringen. Aber da habe ich keine Bedenken.“

Der Fußballlehrer erwartet ein Duell auf Augenhöhe. „Es spielen zwei direkte Konkurrenten gegeneinander. Dass Hannover und Freiburg die Plätze vier und sechs belegen, damit hat ja niemand gerechnet“, sagte er und fügte hinzu: „Ich denke, dass wir auch weiterhin Konkurrenten bleiben werden. Obwohl ich nicht weiß, ob sie in Hannover ihre Ziele (Klassenerhalt) schon korrigiert haben.“ Dutt räumte aber auch ein, dass er im Erfolgsfall besonders wachsam sein müsse. „Es macht es nicht einfacher, wenn es gut läuft. Als Trainer musst du auf gewisse Strömungen achten. Meine Aufgabe ist es, genau zu beobachten und eventuell den Finger in die Wunde zu legen“, sagte er. Im Moment gebe die Mannschaft aber weiter Vollgas.

dpa