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Überregional Letzte Chance für Robin Dutt?
Sportbuzzer Fußball Überregional Letzte Chance für Robin Dutt?
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16:33 24.10.2014
Geht der Trainer vom SV Werder Bremen, Robin Dutt, bald von Platz? Zumindest die Presseabteilung glaubt noch fest an eine sportliche Zukunft. Quelle: dpa
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Bremen

Dabei war die Position des 49-Jährigen bei den Nordddeutschen schon vor dem richtungweisenden Heimspiel gegen den 1. FC Köln wackliger denn je. Menschlich und fachlich über fast jeden Zweifel erhaben, kann der Coach aber die letztlich entscheidenden Dinge aktuell nicht liefern: Ergebnisse und überzeugende Spiele. Und so gibt es für Dutt an der Weser auch keine Jobgarantie. „Es ist klar, dass eine Trainerdiskussion entsteht, wenn du in der Tabelle hinten stehst“, sagte Sportchef Thomas Eichin.

Acht sieglose Spiele, das 0:6-Debakel bei Bayern München - nach gerade einmal einem Viertel der Saison geht bei den Grün-Weißen schon wieder die Abstiegsangst um. So mancher beim SV Werder wünscht sich da ein härteres Durchgreifen des angeschlagenen Übungsleiters, doch auch in dieser prekären Lage will Dutt nicht von bestimmten Umgangsformen lassen: „Es geht auch schon deutlich zur Sache. Aber in der Öffentlichkeit packe ich meine Jungs mit Samthandschuhen an und ziehe sie erst vor der Kabine aus.“

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Eine Vorgehensweise, die natürlich bei den Spielern gut ankommt, aber in dieser Saison bislang kaum Wirkung gezeigt hat. Die daraus resultierende Kritik hält der Halb-Inder grundsätzlich für normal. „Wenn ein Traditionsverein hinten steht, finden eben Diskussionen statt. Ich habe aber nicht das Gefühl, dass da überzogen reingehauen wird“, sagte Dutt. Noch steht der ehemalige Sportdirektor des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) allein im Fokus der Kritik. Sollte die sportliche Talfahrt kein Ende finden und Dutt seinen Job verlieren, müsste sich wohl Eichin in zunehmenden Maße bohrende Fragen anhören.

Das Bremer Budget ist alles andere als üppig, dennoch ist es dem Ex-Profi in knapp zwei Jahren nicht gelungen, auf dem Transfermarkt einen wirklichen Volltreffer für kleines Geld zu landen. Allerdings: Diese lange Werder-Tradition konnte zumindest in seiner gemeinsamen Schlussphase auch das Langzeit-Erfolgsduo Thomas Schaaf/Klaus Allofs nur noch unzureichend pflegen.

Besonders die Defensive ist seit Jahren nur noch bedingt bundesligatauglich. Beiden bleibt jetzt nur noch, dem einstigen Europapokalsieger aus der Distanz ein Ende der sportlichen Krise zu wünschen. „Über kurz oder lang wird sich Werder da unten rausarbeiten“, glaubt Allofs, jetzt Manager beim VfL Wolfsburg. Schaaf, seit Saisonbeginn Trainer von Eintracht Frankfurt leidet mit: „Wenn man noch Vereinsmitglied ist und so lange am Erfolg mitgearbeitet hat, tut einem das natürlich weh.“

dpa

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