Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Überregional So steht es um die Abstiegskandidaten
Sportbuzzer Fußball Überregional So steht es um die Abstiegskandidaten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:49 10.05.2015
Hannover 96 muss weiter um den Verbleib in der 1.Bundesliga bangen. Quelle: Peter Steffen
Anzeige
Hannover

Die Meisterfrage ist schon lange entschieden. Die Champions-League-Plätze sind praktisch vergeben und auch in der Europa-Leauge-Frage zeichnet sich eine Entscheidung ab. Spannend bleibt in der Fußball-Bundesliga aber der Kampf gegen den Abstieg. Sechs Teams müssen auch nach dem 32. Spieltag noch zittern und liegen nur vier Punkte auseinander. Was spricht für und gegen die Kandidaten?

Das spricht für Hertha BSC (Platz 13, 34 Punkte, 35:50 Tore):

Anzeige

- Der Vorsprung auf Platz 16, auch wenn er immer knapper wird. Es reicht wohl ein weiterer Sieg.

Das spricht gegen Hertha BSC:

- Die Stimmung ist nach fünf Spielen ohne Sieg wieder angespannt.

Das spricht für den Hamburger SV (Platz 14, 32 Punkte, 22:48 Tore):

- Drei Spiele ohne Niederlage geben neuen Mut. Die Tendenz geht nach oben.

Das spricht gegen den Hamburger SV:

- Die Fußball-Qualität des Teams ist enorm limitiert.

Das spricht für den SC Freiburg (Platz 15, 31 Punkte, 33:44 Tore):

- Das Team spielt einen Fußball ohne Angst. Trainer Christian Streich schwärmte zurecht von einem tollen Charakter.

Das spricht gegen den SC Freiburg:

- Schön spielen allein reicht ganz sicher nicht.

Das spricht für Hannover 96 (Platz 16, 31 Punkte, 36:54 Tore):

- Ein leichter Aufwärtstrend ist da, immerhin wurde gegen Wolfsburg und Werder nicht verloren.

Die Bilder zum Spiel zwischen Hannover 96 gegen SV Werder Bremen

Das spricht gegen Hannover 96:

- 16 Spiele ohne Sieg haben die Mannschaft komplett verunsichert.

Das spricht für den SC Paderborn (Platz 17, 31 Punkte, 29:59 Tore)

- Ein Spiel mehr als die Konkurrenz bietet eine Chance mehr zum Punkten. An diesem Sonntag kommt der VfL Wolfsburg.
 - Der Aufsteiger hat sich seinen Underdog-Status bewahrt. Eigentlich rechnen alle jenseits der Stadtgrenzen weiter mit dem Abstieg, das hat schon die ganze Saison immer wieder Kräfte freigesetzt.

Das spricht gegen des SC Paderborn:

- Das Restprogramm ist nicht ohne. Wolfsburg und Schalke scheinen zu dicke Brocken zu sein - und dann kommt der VfB Stuttgart zu einem Endspiel.
 - Die Qualität des Kaders erwies sich im Saisonverlauf als nur bedingt bundesligatauglich, wenn Einsatz und Cleverness mal nicht ausreichten.

Das spricht für den VfB Stuttgart (Platz 18, 30 Punkte, 38:58 Tore):

- Die Formkurve zeigt leicht nach oben. Die drei Punkte gegen Mainz müssen Kräfte freimachen.
 - Das Restprogramm lässt alle Chancen. Gegen den HSV und in Paderborn würden mit Siegen gleich auch noch Konkurrenten geschwächt.

Das spricht gegen den VfB Stuttgart:

- Die Tabelle lügt nicht. Die Schwaben gehen mit der schlechtesten Ausgangsposition in den Endspurt. Schon eine Niederlage gegen den HSV kann das Ende sein.
 - Schon im Vorjahr verhalf mehr die schwache Konkurrenz als die eigene Stärke zur Rettung. Wunder im Abstiegskampf gibt es aber nicht als Abo.

Die Tabelle

Platz

Mannschaft

Spiele

S

U

N

Tore

Punkte

1.

Bayern München

32

24

4

4

77:16

76

2.

Bor. Mönchengladbach

32

18

9

5

50:23

63

3.

VfL Wolfsburg

31

18

8

5

65:34

62

4.

Bayer Leverkusen

32

16

10

6

59:35

58

5.

FC Augsburg

32

14

4

14

39:40

46

6.

FC Schalke 04

31

12

9

10

41:36

45

7.

Borussia Dortmund

32

12

7

13

43:38

43

8.

Werder Bremen

32

11

10

11

48:60

43

9.

1899 Hoffenheim

32

11

8

13

47:52

41

10.

Eintracht Frankfurt

32

10

9

13

54:61

39

11.

FSV Mainz 05

32

8

13

11

43:45

37

12.

1. FC Köln

31

8

12

11

30:36

36

13.

Hertha BSC

32

9

7

16

35:50

34

14.

Hamburger SV

32

8

8

16

22:48

32

15.

SC Freiburg

32

6

13

13

33:44

31

16.

Hannover 96

32

7

10

15

36:54

31

17.

SC Paderborn

31

7

10

14

29:59

31

18.

VfB Stuttgart

32

7

9

16

38:58

30

dpa

Mehr zum Thema
Hannover 96 96 gegen Werder Bremen - Selbst Schuld

War das bitter: Trotz einer starken Leistung in der 1. Halbzeit und einer 1:0-Führung hat Hannover 96 in der Fußball-Bundesliga auch das 16. Spiel in Folge nicht gewonnen. Gegen Werder Bremen reichte es nur zu einem 1:1 – und das haben sich die „Roten“ selbst zuzuschreiben. Eine Analyse von Sportredakteur Heiko Rehberg.

Heiko Rehberg 12.05.2015

Mit ihren zuletzt gewohnt starken Auftritten konnten Manuel Schmiedebach und Lars Stindl ihre Mannschaft nicht über 90 Minuten gegen Werder Bremen aufrichten. Hannover 96 knickte in der zweiten Häfte wie gewohnt ein - und Marcelo sorgte mit seinem Foulspiel für die spielentscheidende Situation.

Heiko Rehberg 12.05.2015

Erneut gibt Hannover 96 nach einer starken ersten Halbzeit den Sieg aus der Hand: Die "Roten" kamen am Sonnabend im kleinen Nord-Derby gegen Werder Bremen nur zu einem 1:1 (1:0) und verlängerte seine schwarze Serie auf nunmehr 16 Spiele ohne Sieg.

09.05.2015