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Überregional „Klinsmänner“ gewinnen Zitterpartie gegen Jamaika
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09:10 09.06.2013
Will wieder nach oben: Jürgen Klinsmann, Trainer der US-Nationalelf, brachte am Wochenende seine Mannschaft in einer Zitterpartie gegen Jamaika durch. Quelle: dpa
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Kingston

Das Thermometer zeigte 30 Grad an, aber Jürgen Klinsmann zitterte trotzdem. Dank eines glücklichen 2:1-Arbeitssieges in der Nachspielzeit bei Angstgegner Jamaika ist sein US-Nationalteam auf dem Weg zur Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien einen großen Schritt weitergekommen. Durch den zweiten Erfolg im vierten Spiel rangieren die Amerikaner auf Platz zwei der Sechser-Gruppe, punktgleich mit Costa Rica und Mexiko. Die ersten drei Teams des CONCACAF-Verbandes lösen die WM-Tickets, der Vierte muss in die Relegation gegen Neuseeland.

„Der Unterschied war diesmal, dass die Mannschaft zurückgeschlagen und das Match noch gedreht hat. Und genau diese Mentalität wollen wir entwickeln“, betonte Klinsmann nach dem ersten Sieg in einem WM-Qualifikationsspiel auf der Karibik-Insel. Dem 48 Jahre alten Schwaben stand eine ganze Weile nach dem Schlusspfiff immer noch der Schweiß auf der Stirn, sein weißes T-Shirt war durchgeschwitzt. Mit Genugtuung konstatierte er, dass seine Mannschaft jetzt soweit sei, „um an einen schwierigen Ort wie Kingston zu kommen und zu sagen, dass wir hier gewinnen wollen“.

Am Dienstag in Seattle gegen Panama wollen die Amerikaner den nächsten Schritt Richtung WM-Endrunde machen. Dann wird Klinsmann seine siegreiche Elf umbauen müssen. Schalkes Mittelfeldspieler Jermaine Jones zog sich auf Jamaika nach einem Ellenbogenschlag von Daniel Gordon eine Gehirnerschütterung zu. Jozy Altidore musste mit einer Oberschenkelverletzung raus. Graham Zusi fehlt gelbgesperrt.

Fünf Tage nach dem 4:3-Sieg im Freundschaftsvergleich gegen eine ersatzgeschwächte deutsche Mannschaft traten die „Klinsmänner“ im National Stadium von Kingston selbstbewusst auf. Neun Monate zuvor hatten sie sich dort mit 1:2 blamiert. Zunächst deutete nichts auf einen weiteren heißen Tanz der gastgebenden „Reggae-Boyz“ hin. Altidore nickte nach einer halben Stunde unbedrängt eine Maßflanke von Zusi zum 1:0 ein. Bis auf einen Pfostenschuss von Rodolph Austin (39. Minute) ließen die Amerikaner nichts zu.

In der 89. Minute fühlte sich jedoch niemand für Jamaikas Jermaine Beckford zuständig, der eine Freistoßflanke geschickt verlängerte, so dass der Ball unhaltbar für Tim Howard neben dem rechten Pfosten ins Netz ging. In der Vergangenheit hatte sich das US-Team nach solchen Rückschlägen darauf konzentriert, zumindest einen Punkt mitzunehmen. Doch diesmal wollten sie mehr. „Die Spieler waren wütend auf sich selbst, dass sie so spät den Ausgleich bekommen haben“, sagte Klinsmann. „Und sie haben sich selbst herausfordert, hier zu gewinnen, anstatt sich mit einem Unentschieden zu begnügen.“

Vier Minuten Nachspielzeit hatte der Schiedsrichter angezeigt, doch da es keine Uhr in der Arena gab, wusste niemand genau, wie lange noch zu spielen war. „Ich habe den Referee öfter gefragt, wie viel Zeit noch bleibt, aber er hat nicht reagiert“, betonte Brad Evans. Er wurde zum King von Kingston, schlenzte in der 92. Minute den Ball aus fünf Metern Entfernung ins lange Eck. „Das war ein blinder Schuss. Ich dachte nur, dreh' dich und schieß'“, so Evans.

dpa

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