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Überregional Werder Bremen und Trainer Thomas Schaaf trennen sich
Sportbuzzer Fußball Überregional Werder Bremen und Trainer Thomas Schaaf trennen sich
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13:09 15.05.2013
Ende einer Ära: Thomas Schaaf war 14 Jahre Trainer bei Werder Bremen.
Ende einer Ära: Thomas Schaaf war 14 Jahre Trainer bei Werder Bremen. Quelle: dpa
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Bremen

Der dienstälteste Trainer der Bundesliga geht. Wenige Tage nach seinem 14-jährigen Dienstjubiläum hört Thomas Schaaf als Trainer beim SV Werder Bremen auf. Das gab der Verein am Mittwoch überraschend bekannt. Nach dem Abgang von Manager Klaus Allofs zum VfL Wolfsburg muss der Fußball-Bundesligist nun ganz von vorne anfangen.

Die Trennung ist nach Angaben des Vereins "einvernehmlich" erfolgt und Ergebnis eines Gesprächs am Dienstag. Doch das ist mehr die übliche Umschreibung eines Rauswurfs. Schaaf hatte zuletzt immer wieder betont, dass er weitermachen wolle und nicht an einen Rücktritt denke. "Ich hatte hier eine außergewöhnliche Zeit, verbunden mit vielen positiven Erlebnissen und großen Erfolgen", wird der Fußball-Lehrer nun in einer Mitteilung des Vereins zitiert. "Ich möchte mich bei allen, die mich auf diesem Weg begleitet und unterstützt haben, bedanken. Ich wünsche Werder Bremen eine erfolgreiche Zukunft." Bereits am Mittwochmorgen hat er sich von den Spielern und seinen Trainerkollegen verabschiedet.

Dass der Abgang des Coaches nicht freiwillig war, lässt sich auch daran erkennen, das Schaaf nach dem klärenden Gespräch am Dienstag beim letzten Saisonspiel am Sonntag in Nürnberg nicht mehr auf der Bank sitzen wollte. Die Co-Trainer Wolfgang Rolff und Matthias Hönerbach übernehmen bis zum Saisonende Schaafs Job. Was danach kommt, ist noch offen. "Wir haben wie angekündigt in den vergangenen Tagen unsere sportliche Entwicklung analysiert und sind zu dem Schluss gekommen, dass wir einen Neuanfang wagen wollen", begründete Manager Thomas Eichin den zu diesem Zeitpunkt überraschenden Schritt. "Nach dem Kraftakt zum Klassenerhalt sind wir aber der gemeinsamen Überzeugung, dass eine einvernehmliche Trennung für den geplanten Neustart das Beste ist." Der Allofs-Nachfolger Eichin ist nun der wichtigste Mann und muss einen Nachfolger suchen.

Mit Schaaf verlässt der dienstälteste Bundesliga-Cheftrainer seinen Posten. Der gebürtige Mannheimer hatte das Amt im Mai 1999 übernommen. Schaaf hat mit Werder einmal die Meisterschaft und dreimal den Pokal gewonnen. Sechsmal spielte der Club in seiner Dienstzeit in der Champions League. Insgesamt, so errechnete der Club, betreute Schaaf die Werder-Profis wettbewerbsübergreifend 644 Mal.

Zuletzt verpasste der Club allerdings dreimal einen internationalen Wettbewerb und spielte in dieser Saison bis zum vorletzten Spieltag gegen den Abstieg. Die Kritik an Schaaf wurde lauter, wenngleich die Mehrheit der Fans immer noch hinter dem Coach stand.

Schaaf und Werder - das war lange Jahre fast ein Synonym. Der ehemalige Profi ist seit 1972 Mitglied des Clubs, spielte in allen Nachwuchsteams und schaffte es bis in die Bundesliga-Mannschaft. Anschließend arbeitete Schaaf als Trainer in der Jugend und bei der 2. Mannschaft, ehe er im Mai vor 14 Jahren als Nachfolger von Felix Magath die Profis übernahm und sie sofort zum Sieg im Pokalwettbewerb führte.

frs/dpa