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Überregional Wolfsburg kommt dank Jiracek aus der Abstiegszone
Sportbuzzer Fußball Überregional Wolfsburg kommt dank Jiracek aus der Abstiegszone
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09:05 11.02.2012
Der VfL Wolfsburg hat gegen Freiburg mit 3:2 gewonnen. Quelle: dpa
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Wolfsburg

Trotz eklatanter Abwehrschwächen hat sich der VfL Wolfsburg aus der Abstiegszone der Fußball-Bundesliga verabschiedet. Vor allem dank der Tore des tschechischen Neuzugangs Petr Jiracek (5./61. Minute) gewannen die Niedersachsen zum Auftakt des 21. Spieltags mit 3:2 (2:2) gegen den SC Freiburg und verbesserten sich vorerst auf den achten Tabellenplatz. Vor 23 075 Zuschauern in der Volkswagen-Arena erzielte Marcel Schäfer (14.) am Freitag den weiteren Treffer für das Team von Felix Magath. Der Tabellenletzte aus Freiburg bewies große Moral und holte durch Johannes Flum (11.) und Daniel Caligiuri (38.) zweimal einen Rückstand auf, stand aber am Ende dennoch mit leeren Händen da.

Entsprechend groß war der Frust bei den Gästen aus dem Breisgau. „Wir haben den Kampf hier angenommen und dann kriegen wir so ein dummes Tor. Wir müssen die Fehler abstellen, sonst wird es schwierig“, sagte SC-Torhüter Oliver Baumann. „Selbstbewusstsein kommt, wenn man Spiele gewinnt. Aber solche Niederlagen tun einfach weh. Das ist bitter“, konstatierte Verteidiger Immanuel Höhn. Wolfsburgs Abwehrspieler Marco Russ war erleichtert: „Wir haben uns selbst wieder eingelullt. Wir müssen uns einfach cleverer anstellen.“

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Die unterhaltsame, wenngleich nicht hochklassige Begegnung lebte in erster Linie von Fehlern. Die leistete sich vor der Pause vor allem die Defensive der Wolfsburger, die die letzten drei Heimspiele ohne Gegentor überstanden hatte, aber diesmal in Ricardo Rodriguez einen Schwachpunkt in ihren Reihen hatte. Den flinken Caligiuri bekamen die Hausherren nur selten in den Griff. Aber auch im Spiel nach vorne lief es im Gefüge des im Winter für Millionen runderneuerten VfL noch längst nicht rund. Immerhin bewies Jiracek zweimal seine Qualitäten im Abschluss.

Die Partie in der Kältekammer VW-Arena lief zunächst nur in eine Richtung - auf das Tor von Baumann. Im Anschluss an die dritte Wolfsburger Ecke traf der Tscheche Jiracek schon nach fünf Minuten aus spitzem Winkel zu seinem ersten Liga-Tor. Der schnelle Ausgleich durch Flum, der nach einem abgeblockten Schuss von Caligiuri im Nachsetzen erfolgreich war, konnte die Magath-Elf nicht schocken. Denn schon mit dem nächsten Angriff gelang Schäfer das 2:1. Der wendige Sio leistete mit der Hacke gekonnt die Vorarbeit, stand dabei aber deutlich in Abseitsposition.

„Es zieht sich fast durch jedes Spiel, dass wir benachteiligt werden“, kommentierte SC-Sportdirektor Dirk Dufner diese Szene. Auch Baumann war stocksauer: „Bei den Bayern wird die Fahne gehoben, bei uns bleibt sie unten.“ Doch der VfL konnte nicht nachlegen. Statt durch die erneute Führung Sicherheit zu gewinnen, brachten sich die Niedersachsen selbst wieder in Schwierigkeiten. Sieben Minuten vor der Pause bestrafte Caligiuri eine von zahlreichen Nachlässigkeiten mit einem Schuss in den Torwinkel - 2:2.

Die zweite Spielhälfte begann wie die erste: Mit Wolfsburger Druck. Mario Mandzukic (52.) und Sio (53.), dessen Schuss Baumann mit toller Reaktion entschärfte, besaßen die nächsten Möglichkeiten. Gegen den von Fallou Diagne abgefälschten Jiracek-Schuss nach gut einer Stunde war dann auch der SC-Keeper machtlos. Zwar waren die Freiburger bis zum Schluss um den abermaligen Ausgleich bemüht, doch die VfL-Defensive ließ nichts mehr zu. 

jhf/dpa

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