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Überregional Zwei Polizisten bei Ausschreitungen nach VfB-Spiel verletzt
Sportbuzzer Fußball Überregional Zwei Polizisten bei Ausschreitungen nach VfB-Spiel verletzt
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12:43 06.12.2009
Die Polizeikräfte setze den Angaben zufolge Schlagstöcke und Pfefferspray ein, um eine Erstürmung des Gebäudes durch die Menge zu verhindern.
Die Polizeikräfte setze den Angaben zufolge Schlagstöcke und Pfefferspray ein, um eine Erstürmung des Gebäudes durch die Menge zu verhindern. Quelle: ddp
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Bei Ausschreitungen nach der Bundesliga-Begegnung zwischen dem VfB Stuttgart und dem VfL Bochum sind am Sonnabend zwei Polizisten verletzt worden. Drei Personen wurden unter anderem wegen Körperverletzung und Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz vorübergehend festgenommen, wie die Polizei mitteilte.

Nach dem Spiel hatten sich rund 400 Besucher vor dem Stadion versammelt und waren zum Verwaltungsgebäude des VfB gezogen. Die Menge vergrößerte sich zwischenzeitlich sogar auf rund 3000 Personen, die ihrem Unmut wegen der Tabellensituation des Vereins lautstark Luft machten.

Während sich erste Fans wieder entfernten, rannte die rund 400 Mann starke und laut Polizei aggressive Gruppierung in Richtung VfB-Vereinsheim. Um eine Erstürmung des Gebäudes durch die Menge zu verhindern, mussten die Polizeikräfte den Angaben zufolge Schlagstöcke und Pfefferspray einsetzen.

Nach einer kurzen Beruhigung der Lage rannten die Störer wieder zurück zum Stadion. Die Polizisten wurden mehrfach aus der Menge heraus mit Gegenständen und Knallkörpern beworfen und beleidigt. Eine 27-jährige Beamtin erlitt ein Knalltrauma. Ein 31 Jahre alter Kollege wurde während des Tumults an der Hand verletzt.

Nachdem sich die Lage beruhigt hatte, zogen die Personen geschlossen zum Bahnhof Bad Cannstatt, wo sich die Menge zerstreute. Die Störer gehören laut Polizei mutmaßlich zu einer polizeibekannten Gruppierung. Bei den Ermittlungen soll die Auswertung der vorhandenen Videoaufzeichnungen helfen.

Bereits vor der Begegnung, bei der der aktuell kriselnde VfB kurz vor Spielende den 1:1-Ausgleich kassiert hatte, war es zu einer Blockade des Spielerbusses gekommen. Rund 100 Personen hinderten den Bus an der Einfahrt ins Stadion, es wurde eine bengalische Fackel gezündet. Polizeireiter konnten die Menge abdrängen.

ddp

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