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Hannover 96 Frontzeck: „Mir wird nicht angst und bange“
Sportbuzzer Hannover 96 Frontzeck: „Mir wird nicht angst und bange“
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21:04 02.05.2015
„Der Blick auf die Tabelle interessiert mich aber erst am 34. Spieltag“: 96-Trainer Michael Frontzeck. Quelle: dpa
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Wolfsburg

Zwar rutschten die Roten nach dem hart erkämpften 2:2 (0:2) bei Champions-League-Aspirant VfL Wolfsburg – dem 15. Spiel in Serie ohne Sieg – auf Relegationsrang 16 ab, doch die starke Aufholjagd nach 0:2-Rückstand gibt im Endspurt der Saison Hoffnung auf ein Happy End.

Szenen vom Bundesligaspiel VfL Wolfsburg gegen Hannover 96.

„Das war richtiger Abstiegskampf, und man kann sehen, wie die Jungs das annehmen“, sagte Sportdirektor Dirk Duffner. Auch Frontzeck lobte nach seinem ersten Punktgewinn im zweiten Spiel: „Mich hat gefreut, wie wir hier zurückgekommen sind. Der Blick auf die Tabelle interessiert mich aber erst am 34. Spieltag.“ 

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Bas Dost (24.) und Ivan Perisic (45.) hatten die favorisierten Wolfsburger Pokalhelden vier Tage nach ihrem Finaleinzug noch vor der Halbzeit souverän in Führung gebracht, doch Jimmy Briand (47.) und Salif Sané (57.) sorgten für den unerwarteten Ausgleich der 96er. „Das muss der Zustand sein, mit dem wir in die nächsten Spiele gehen“, forderte Frontzeck, der in der Halbzeit in der Kabine „ein bisschen lauter“ wurde – und die Mannschaft so rechtzeitig wachrüttelte. Am Ende waren seine Profis sogar enttäuscht, dass es im Niedersachsenderby nicht zum durchaus möglichen Sieg reichte, denn Edgar Prib scheiterte in der Nachspielzeit allein vor dem Tor.

„Wir hätten uns natürlich alle gewünscht, dass uns dieser Befreiungsschlag gelingt, so müssen wir weiterkämpfen“, sagte Weltmeister Ron-Robert Zieler: „Wichtig ist aber, dass die Mannschaft Moral gezeigt hat und außerdem zum Kampf bereit ist." Um nach 13 Spielzeiten im Oberhaus den Abstieg noch zu verhindern, sind in den verbleibenden drei Begegnungen ähnliche Leistungen gefragt. „Das wird noch schwer genug“, sagte Hannovers Präsident Martin Kind, der sich von dem Punktgewinn nicht blenden lassen wollte: „Wolfsburg hatte auch richtig viele Chancen.“

Mit einem Doppelwechsel zur Halbzeit leitete 96-Trainer Michael Frontzeck gegen den VfL Wolfsburg die Wende ein. Leon Andreasen und Joselu blieben absolut zurecht in der Kabine. Glänzen konnten dagegen Ron-Robert Zieler, Jimmy Briand und vor allem wieder Salif Sané. Die „Roten“ in der Einzelkritik.

Kapitän Christian Schulz meinte: „Es wird bis zum letzten Spieltag gehen." Vor dem nächsten Heimspiel am Samstag gegen Werder Bremen zieht sich der Tabellen-16. ab Dienstag in einem dreitägigen Kurztrainingslager im Sporthotel Klosterpforte in Marienfeld zurück, genau wie Schalke 04 in der Vorwoche. "Das wird sicher noch mal etwas bringen", sagte Zieler: „Wir haben noch zwei Heimspiele und wenn wir die gut bestreiten, dann halten wir die Klasse.“

Der Tabellenzweite Wolfsburg hätte sich derweil gerne mit einem weiteren großen Schritt in Richtung direkter Champions-League-Qualifikation belohnt. Doch mit einer schlechten Chancenauswertung brachten sich die Wölfe um den Sieg. „Nach der ersten Halbzeit darfst du das nicht mehr aus der Hand geben“, sagte Trainer Dieter Hecking: „In der zweiten Halbzeit war das einfach zu wenig.“

Leon Andreasen: „Heute war es ein bisschen Achterbahn“

96-Verteidiger Leon Andreasen: „Die ersten 15 Minuten in der ersten Halbzeit waren okay, dann haben wir die Ordnung komplett verloren und die Räume nicht zugemacht. Der Trainer musste dann in der Halbzeit etwas tun und das hat sich gelohnt.

Die zweite Hälfte war super und das sollten wir in die nächsten drei Spiele mitnehmen, denn diesen Geist brauchen wir auch in den nächsten Partien. In Wolfsburg nach einem 0:2 wiederzukommen ist sehr gut. Es war ein starkes Tor von Salif Sané und sehr wichtig für uns. Wir können jeden Punkt gebrauchen und in Wolfsburg einen Punkt mitzunehmen ist sehr gut. Wir haben es selbst in der Hand.

Wir fahren Dienstag in die Klosterpforte und bereiten uns zu 100 Prozent auf Werder vor. Jedes Spiel ist für uns jetzt ein Endspiel.

Heute war es so ein bisschen Achterbahn. Als Eddy allein auf das Tor zulief, stand ich schon auf dem Platz zum Jubeln.“

SID/cli

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