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Hannover 96 Hannover 96 muss bis zum Saisonende leiden
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00:19 15.04.2015
Von Heiko Rehberg
Foto: 96-Trainer Tayfun Korkut (re.) und Manager Dirk Dufner (li.) leiden während der Partie gegen Berlin.
96-Trainer Tayfun Korkut (re.) und Manager Dirk Dufner (li.) leiden während der Partie gegen Berlin. Quelle: Treblin
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Hannover

Am Freitagabend, beim 1:1 des Fußball-Bundesligisten Hannover 96 gegen Hertha BSC, hatten Dieter Hecking und Klaus Allofs bei Martin Kind in dessen Stadionloge vorbeigeschaut. Der Trainer und der Geschäftsführer des VfL Wolfsburg plauderten mit dem 96-Clubchef, einen Tag später leistete ihr Verein mit dem 2:0-Sieg beim Hamburger SV seinen Beitrag dafür, dass dieser 28. Spieltag für die „Roten“ nicht noch unerfreulicher ausfiel als ohnehin schon.

Die Bilder zum Spiel Hannover 96 gegen Hertha BSC.

96 hat seine Sieglos-Serie auf zwölf Spiele in Folge ausgebaut und schaut mittlerweile ängstlich auf das, was die anderen Abstiegskandidaten machen. Der SC Freiburg holte diesmal einen Punkt „auf Schalke“ (und verschoss dabei einen Elfmeter), der SC Paderborn schob sich mit dem 2:1-Sieg gegen Augsburg auf zwei Punkte an die Hannoveraner ran. Am Sonntag schoss sich dann der 
1. FC Köln aus der Gefahrenzone – und der VfB Stuttgart verließ mit dem Heimsieg gegen Bremen den letzten Platz: kein schönes Wochenende für Hannover.

Große Worte vor dem Spiel

Mit jedem Spieltag wird die Lage für Hannover 96 dramatischer. „Wir werden bis zum Saisonende leiden müssen“, sagte Trainer Tayfun Korkut bereits nach dem enttäuschenden Remis gegen Hertha BSC, das erneut die Frage aufwarf, wie Mannschaft und Coach den Klassenerhalt eigentlich schaffen wollen. Die einzige Antwort, die einem dazu einfällt, ist wenig konstruktiv: so wie gegen die Berliner jedenfalls nicht.
Korkut und Sportdirektor Dirk Dufner hatten die Tage vorher große Taten angekündigt, man darf sich das ruhig noch einmal anschauen:

„Wir haben die Qualität und die Möglichkeit, Torchancen herauszuspielen.“ (Korkut).
„Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass wir gegen Hertha einen wichtigen Mosaikstein setzen für unser Ziel Klassenerhalt.“ (Dufner)
„Die Mannschaft hat nach der Aufholjagd in Frankfurt einen Schub bekommen.“ (Korkut)
„Alles andere als ein Sieg zählt für mich nicht.“ (Korkut)

Und was war dann gegen Hertha auf dem Rasen zu sehen? Nach einer ordentlichen Anfangsviertelstunde fast nichts. Qualität? Torchancen? Schub? Siegeswillen? Alles Fehlanzeige. Dabei hatten sich die Zuschauer eine halbe Stunde lang mächtig ins Zeug gelegt und die Mannschaft angefeuert wie in besten Tagen. Aber die Spieler nahmen dieses Angebot einfach nicht an.

Wie lautet Korkuts Plan?

Und der Trainer? Korkut ist unbestritten ein Fachmann, und es heißt, dass er einen klaren Plan hat. Welcher Plan aber steckt hinter dem beharrlichen Festhalten an Jimmy Briand, der bereits bei einfachen Dingen wie der Ballkontrolle Schwierigkeiten hat? Warum tut sich Korkut so schwer, eine Fehleinschätzung wie im Angriff – Didier Ya Konan statt Joselu – spätestens zur zweiten Halbzeit zu korrigieren? Warum nutzt er nicht zumindest als Einwechselspieler das technische Potenzial von Jan Schlaudraff?

Momentan macht auch der Trainer nicht den Eindruck, dass er der Mannschaft helfen kann. Die Aufstellungen, die Wechsel, die Taktik: Nichts davon ging gegen Hertha auf. Dazu kommen Entscheidungen, die schwer nachzuvollziehen sind: Dass Manuel Schmiedebach, bis vor Kurzem Stammspieler, plötzlich nicht mehr gut genug für den Kader ist, mag man nur schwer glauben.

Am Sonnabend geht es nach Leverkusen. Es ist das erste von sechs Spielen, die für die Leidensfähigkeit der 96-Anhänger eine harte Probe werden.     

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Dieses Spiel war so wichtig, es ging um so vieles. Die Vorankündigungen der „Roten“ klangen so verheißungsvoll. Den mutigen Ankündigungen waren kaum entsprechende Taten gefolgt. Und dieses war schon bei der Mannschaftsaufstellung irgendwie vorauszusehen, sie war doch sehr auf Sicherheit ausgerichtet.

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