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Hannover 96 „Es gibt kein Ultimatum für Tayfun Korkut“
Sportbuzzer Hannover 96 „Es gibt kein Ultimatum für Tayfun Korkut“
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00:17 20.03.2015
96-Präsident Martin Kind.
96-Präsident Martin Kind. Quelle: dpa
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Herr Kind, wie groß ist Ihr Frust nach der desolaten Vorstellung der Mannschaft in Mönchengladbach?
Der war schon groß, insbesondere aufgrund der ersten Halbzeit, die war inakzeptabel.

Gibt es von der Sportlichen Führung eine Erklärung, warum die Mannschaft so passiv gespielt hat?
Vielleicht ist es ein Kopfproblem, vielleicht war die Grundausrichtung zu defensiv. Man könnte jetzt tausend Fragen stellen, ohne eine Antwort zu finden, warum es so gelaufen ist. Aufgrund der Trainingsleistung der vergangenen Woche hatte ich gehofft, dass die Mannschaft an die Leistung gegen die Bayern, die ich jedoch nicht überschätzt habe, in Gladbach anknüpft. Fakt ist, dass wir eine Lücke zwischen der Einschätzung und den Ergebnissen haben.

Wie beurteilen Sie die momentane Situation?
Wenn man keine Hoffnung mehr hat, dann hat man sich schon aufgegeben. Lars Stindl und Leonardo Bittencourt können gegen Dortmund wieder spielen. Und ich denke, dass es dem Trainer gelingt, die Mannschaft wieder aufzubauen, sodass sie gegen Dortmund ihre Möglichkeiten abruft. Wir haben es noch in der eigenen Hand und sind nicht auf Hilfe Dritter angewiesen.

Die schönsten Bilder vom Training am Dienstag sehen Sie hier.

Vor dem Spiel gegen den FC Bayern haben Sie gesagt, dass Trainer Tayfun Korkut Ergebnisse braucht und drei Punkte aus den Spielen gegen München, Mönchengladbach und Dortmund gefordert. Die beiden ersten Spiele gingen verloren. Ist die Partie gegen den BVB die letzte Chance für Korkut?
Wir haben Tayfun Korkut kein Ultimatum gesetzt. Ich bleibe aber bei meiner Einstellung, dass ich alle notwendigen Überlegungen und Entscheidungen der Aufgabe 96 unterordne.

Bedeutet das, dass Korkut auch bei einem Unentschieden oder einer Niederlage weiter 96-Trainer bleibt?
Da es kein Ultimatum gibt, gibt es auch keine Zwangsläufigkeit. Aber in so einem Fall müssten wir die Lage sehr kritisch beurteilen.

Haben Sie für den Fall einer Entlassung von Trainer Korkut einen Plan B in der Schublade?
Nein. Dass wir natürlich den Markt kennen und auf dem Laufenden sind, davon können Sie ausgehen. Es hat aber keinerlei Gespräche gegeben.

Wer hat Sie in den vergangenen Wochen mehr enttäuscht: die Mannschaft oder der Trainer?
Das ist keine Frage von Enttäuschung. Die Frage ist doch, warum wir in der Rückrunde so einbrechen und stagnieren. Und darauf habe ich bis heute keine Antwort gefunden.

Was wäre Ihr Horrorszenario für das Spiel am Sonnabend?
Die Mannschaften hinter uns gewinnen,  und wir verlieren mit einer schlechten Leistung. Das wäre ein Albtraum. Aber das wird nicht eintreten.

Und Ihr Wunsch?
Dortmund ist schon eine Nummer, aber wir haben gute Chancen, das Spiel nicht zu verlieren.

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