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Hannover 96 96-Profi Lala nach Wutausbruch suspendiert
Sportbuzzer Hannover 96 96-Profi Lala nach Wutausbruch suspendiert
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18:30 14.02.2012
Von Volker Wiedersheim
Altin Lala mit Kotrainer Norbert Düwel.
Altin Lala mit Kotrainer Norbert Düwel. Quelle: zN
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Hannover

Mirko Slomka greift bei den „Roten“ hart durch: 96-Urgestein Altin Lala wird für sechs Tage aus der Mannschaft geworfen, weil er am Montag einen Mitspieler im Training unsportlich gefoult und danach Kotrainer Norbert Düwel angepöbelt hat: „Halt die Fresse“, soll der frühere 96-Kapitän seinen Vorgesetzten angefahren haben, als dieser ihn zur Ordnung rief. Das rief dann Chefcoach Mirko Slomka auf den Plan, der den aufgebrachten Albaner sofort in die Kabine schickte und nun bis Sonntag aus dem Team verbannt hat. Gegen den FC Brügge im Europa-League-Spiel und am Sonntag gegen den VfB Stuttgart zählt er nicht zum 96-Aufgebot.

Keine Nachsicht bei Undiszipliniertheiten – da macht Slomka auch bei Lala keine Ausnahme. Das ist einigermaßen delikat. Denn Lala ist im Prinzip in der Rückrunde dieser Saison auf einer Art Abschiedstournee durch den Fußball, nachdem er den größten Teil seiner Profikarriere bei den „Roten“ gespielt hat.

Als 19-Jähriger hatte er sich beim Länderspiel einer albanischen Junioren-Nationalmannschaft in Deutschland abgesetzt, Asyl beantragt und eine Zeitlang beim SC Borussia Fulda in der Regionalliga Süd gekickt. Seit Januar 1998 ist Lala ein „Roter“, 311-mal hat er für 96 gespielt, zuletzt sogar im Auswärts- sowie im Heimspiel gegen Worskla Poltawa erstmals in seiner Karriere im Europapokal, seine 2004 wieder aufgenommen Karriere als albanischer Nationalspieler hat er gerade nach mehr als 70 Einsätzen beendet. Im Sommer läuft Lalas Vertrag aus, er nahm quasi gerade Anlauf fürs Karriereende in Würde – vielleicht mit ein paar Einsätzen hier und da, wenn die Personalsituation im defensiven Mittelfeld es erfordert oder der Spielstand es erlaubt.

Ob es nun dazu noch kommt? Slomka ist zwar knallhart, aber er schlägt Türen eigentlich nie ganz zu. Und Lala: Der ist zwar ein Heißsporn auf dem Platz. Und ein Psychotest (offiziell: Reiss-Profil, vom Boulevard kürzlich als „Sex-Verhör“ verbrämt) dokumentiert, dass Rache eine starke Triebfeder für den Albaner ist. Doch Lala ist trotzdem vor allem ein vernunftbegabter Sportsmann. Um sein Abschiedsspiel oder einen Abschiedseinsatz in einem der letzten Pflichtspiele muss er sich daher wohl keine Sorgen machen.

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