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Hannover 96 Kann er der neue Stindl werden?
Sportbuzzer Hannover 96 Kann er der neue Stindl werden?
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06:59 01.06.2015
Fabian Frei steht auf der Wunschliste von Hannover 96 weit oben. Quelle: imago sportfotodienst
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Hannover

Bis zu fünf neue Spieler will Hannover 96 zur neuen Saison verpflichten - das hat Trainer Michael Frontzeck bereits verkündet. Zu finden ist in erster Linie ein Ersatzmann für den nach Mönchengladbach abgewanderten Lars Stindl. Eine besonders knifflige Aufgabe: Das Angebot an Mittelfeldspielern vergleichbarer Klasse ist überschaubar und teuer. Heiß gehandelter Kandidat ist der Schweizer Fabian Frei. Mit dem FC Basel hat er am Wochenende die Meisterschaft gefeiert - und das ausgiebig. Am nächsten Sonntag steht noch das Pokalendspiel an. Und dann? Auf nach Hannover?

Noch muss die Bundesliga warten. Die Prüfung von Angeboten aus dem Ausland stehe derzeit hintenan, sagte der 26-Jährige. Erst einmal konzentriere er sich auf das bevorstehende Cupfinale. Ein Sieg gegen den FC Sion, und das auch noch im St. Jakob-Park, dem Stadion „seines“ FC Basel: Es wäre für einen, der im besten Fußballeralter ist und nach Höherem strebt, ein Abschied wie aus dem Märchenbuch.

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Das Problem aus 96-Sicht: Es gibt Konkurrenz. Frei, der in Basel noch einen bis 2017 gültigen Vertrag hat und dessen Marktwert mit 5 Millionen Euro veranschlagt wird, ist auch bei Werder Bremen, dem 1. FC Köln, Mainz 05 und dem FC Augsburg im Gespräch. Diese Clubs standen in der Saison 2014/2015 vor den „Roten“ - und rechnen sich etwas aus, sie auch beim sich abzeichnenden Frei-Transfer abzuhängen.

96 hält sich bei Nachfragen erwartungsgemäß bedeckt. Gaetano Giallanza, der Berater des Nationalspielers, hat hingegen die Richtung seines Mandanten klar vorgegeben. „Er will den nächsten Schritt machen“, sagte Giallanza. „Er möchte in die Bundesliga.“ Die Frage ist, wo Frei die größten Perspektiven sieht - und wie es um die Rahmenbedingungen bestellt ist. Auch in Bezug auf die Ablöse: Unter 4 Millionen Euro dürfte vermutlich nichts zu machen sein. Auf die drei Millionen Euro, die 96 von Mönchengladbach für Stindl bekommt, müsste der Verein also für den Nachfolger noch 1 Million Euro draufpacken.

Fußballerisch bringt Frei einiges mit. Möglicherweise auch genug, um in Hannover in die Fußstapfen eines Stindl treten zu können. In der Schweizer Liga und in der Champions League hat der Thurgauer seine Spielstärke und Torgefährlichkeit unter Beweis gestellt. Frei gilt als guter Passgeber, er besitzt aber auch defensive Qualitäten. Beim FC Basel half er sogar schon als Innenverteidiger aus.

Das müsste er bei 96 ja nicht unbedingt sein. Ansonsten aber hätte der hannoversche Club für einen wie Frei sicher einen Platz frei.

  • Trainer für 96-Reserve: Bei der Suche nach einem Nachfolger für Sören Osterland, dessen Vertrag nicht verlängert wurde, scheint Michael Krüger in der Favoritenrolle. „Ich möchte das nicht kommentieren“, sagte Krüger gestern. Der 61-Jährige trainierte zuletzt Al-Merrikh Khartum. 1989 war er für ein Jahr Chefcoach bei den „Roten“ in der 2. Liga.
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