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Hannover 96 96 schwört sich auf die letzten Spiele ein
Sportbuzzer Hannover 96 96 schwört sich auf die letzten Spiele ein
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00:24 08.05.2015
Von Christian Purbs
Dunkle Wolken ziehen auf dem Trainingsplatz am Hotel Klosterpforte auf. Doch die Profis von Hannover 96 sind wetterfest. Quelle: Florian Petrow
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Marienfeld

Da sind sie also wieder. In Marienfeld, Ostwestfalen. Im Hotel auf dem Klostergelände. Es wäre besser gewesen, wenn das freundliche Hotelpersonal die Mannschaft von Hannover 96 nach ihrem Besuch im vergangenen Jahr mit einem ,,Tschüs“, statt mit „Auf Wiedersehen“ verabschiedet hätte. Aber es ist ja wie es ist. Für die „Roten“ ist wieder Abstiegskampf angesagt - mittendrin im Schlamassel, genau wie beim letzten Abstecher nach Ostwestfalen im April 2014. Wer hier an die Klosterpforte klopft, der hat immer Sorgen im Gepäck.

Bei der Ankunft des 96-Trosses war neben den Sorgen um die sportliche Zukunft auch viel Symbolik dabei. Es war fünf Minuten vor 12 Uhr, als der Mannschaftsbus in die Einfahrt des Hotels Klosterpforte einbog. Und als sich die Mannschaft nach dem Mittagessen und ein bisschen Ruhe auf den Zimmern um kurz vor 16 Uhr auf den Weg zum Training machen wollte, zogen mächtige dunkle Wolken auf. Es stürmte und schüttete wie aus Eimern, und auch der Donner passte irgendwie zur momentanen Situation der „Roten“.

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Ankunft der „Roten“ in Marienfeld: Zwischen den Naturschutzgebieten Hühnermoor und Boomberg trainiert die 96-Mannschaft, um gegen das Spiel mit Werder Bremen gewappnet zu sein.  

Aus dieser misslichen Lage will sich 96 mit aller Kraft befreien, der Anfang soll mit einem Sieg am Sonnabend im Heimspiel gegen Werder Bremen gemacht werden. Damit es endlich wieder bergauf geht, versucht die Mannschaft im beschaulichen Ostwestfalen Ruhe und Kraft für das Saisonfinale zu finden und die 15 Spiele ohne Sieg aus den Köpfen zu bekommen. Sie ist hier, um Gemeinsamkeit aufzubauen und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: auf die drei Chancen, das Unheil doch noch abzuwenden und Versäumtes nachzuholen. Es gibt also eine Menge zu tun.

„Wir sind nicht hier, um uns einzugraben“, sagte Coach Michael Frontzeck nach der ersten verregneten Trainingseinheit. Der Punkt durch das 2:2 in Wolfsburg habe der Mannschaft gut getan, die Stimmung, aber auch die Qualität des Trainings sei gut. Er habe sich mit der Mannschaft noch einmal einige Szenen aus dem Spiel gegen den Zweiten der Fußball-Bundesliga angeschaut und dabei „auch viele gute Zeichen und Dinge gesehen. Wir haben gesehen, was alles möglich ist. Das müssen wir auch gegen Bremen auf den Platz bringen.“

Hannover 96 bereitet sich im Trainingslager im Sporthotel Klosterpforte in Marienfeld auf das kommende Spiel gegen Werder Bremen vor.

Bis Donnerstag bleiben die „Roten“ noch in Marienfeld, bei den geheimen Trainingseinheiten am Mittwoch und Donnerstag will der 51-Jährige versuchen, die richtigen Knöpfe zu drücken und weiter daran zu arbeiten, dass aus dem Abstiegskandidaten endlich wieder ein Siegerteam wird. Dabei legt Frontzeck Wert darauf, den ohnehin schon großen Druck auf die Spieler nicht noch zu erhöhen. „Ich weiß, dass sich die Mannschaft hier wohlfühlt, deshalb haben wir uns auch entschieden, für ein paar Tage hierher zu fahren. Es wird wichtig sein, hier etwas Ruhe zu finden.“ Gemeinsam schaute sich das Team am Abend das Champions-League-Spiel zwischen Real Madrid und Juventus Turin an, auch das Spiel der Bayern am Mittwoch in Barcelona steht auf dem Abendprogramm der 96-Profis.

Auch wenn die Lage bedrohlich ist, verloren ist noch nichts. Wie eine Last-Minute-Rettung geht, das haben die „Roten“ schließlich schon ein paar Mal seit dem Wiederaufstieg gezeigt - auch in der vergangenen Saison.

„Wir waren ja letztes Jahr schon mal hier und haben danach eine gute Serie hingelegt. Vielleicht ist es ja ein gutes Omen“, sagte Ron-Robert Zieler. Zwar sei die aktuelle Tabelle „kein toller Anblick“, wie der 96-Torwart zugibt, „doch wir haben noch alle Möglichkeiten, um in der Liga zu bleiben. Wir haben in Wolfsburg Moral bewiesen. Wir schaffen das.“

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Die Operation Klasserhalt hat begonnen: Die Mannschaft von Hannover 96 ist zum Trainingslager in der Klosterpforte eingetroffen. Dort soll der Negativtrend mit zuletzt 15 Spielen ohne Sieg  gestoppt werden. Am Mittag ist das Team angekommen, für den Nachmittag ist das erste Training angesetzt.

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