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Hannover 96 96 verliert in letzter Minute 1:2 in Madrid
Sportbuzzer Hannover 96 96 verliert in letzter Minute 1:2 in Madrid
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06:15 02.04.2012
Von Norbert Fettback
Foto: Atletico Madrid jubelt, Hannovers Christian Pander mag gar nicht hinschauen. 96 verliert 1:2.
Atletico Madrid jubelt, Hannovers Christian Pander mag gar nicht hinschauen. 96 verliert 1:2. Quelle: Petrow
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Madrid

Es hätte so schön sein können. Bis in die Schlussphase hinein hielt Hannover 96 gestern Abend im Viertelfinalhinspiel der Europa League ein 1:1 bei Atlético Madrid. Doch dann schlugen die Spanier in der 89. Minute einer hitzigen und von viel Kampf geprägten Fußballpartie durch den eingewechselten Eduardo Salvio doch noch zu. Die gute Nachricht für 96: Die Mannschaft, die einen großen Kampf zeigte, hat trotz des 1:2 noch alles in der Hand. Das Auswärtstor könnte in sechs Tagen noch wertvoller werden, denn so reicht ein 1:0-Sieg zum Einzug ins Halbfinale.

Von einem „ärgerlichen 1:2“ sprach Mirko Slomka später, „weil das Tor so spät gefallen ist“. Gleichwohl, so bemerkte der 96-Trainer, sei der Sieg für Madrid verdient. „Meine Mannschaft hat trotzdem ein gutes Spiel gezeigt, das uns alle Möglichkeiten offenhält. Es gibt jetzt ein Endspiel, und das wollten wir erreichen.“

Im Viertelfinale der Europa-League haben die Fußballer von Hannover 96 mit 1:2 bei Atletico Madrid verloren. Im Rückspiel am Donnerstag müssen die "Roten" versuchen, das Spiel zu drehen.

Zunächst aber war den 3000 hannoverschen Fans im Stadion in der 1. Halbzeit zeitweise angst und bange geworden. Atlético war augenscheinlich mit der festen Absicht ins Spiel gegangen, sich ein gutes Polster für den kommenden Donnerstag zu verschaffen. Schon in der 9. Minute gab es die kalte Dusche für Slomkas Team. Falcao war nach einem Freistoß mit dem Kopf vor Ron-Robert Zieler am Ball. Tor für Atlético, ein wichtiges und ein besonderes: Es war der 400. Treffer der Madrilenen in ihrer Europapokalgeschichte. Im längst nicht ausverkauften Stadion begannen die Atlético-Fans zu feiern.

Das 1:0 wirkte auf 96 wie ein Schock. Der Elf gelang nach vorne nichts Konstruktives, und bei den spanischen Angriffen ging es in den Defensive der „Roten“ zeitweise drunter und drüber. Pogatetz, Pander und Co. wurden in manchen Szenen regelrecht schwindelig gespielt. Nur gut für 96, dass die ballsicheren Gastgeber oft einen Schnörkel zu viel zeigten. So blieb es bei Chancen für Adrian Lopez (24.) und Falcao per Kopf (30.).

Nach vorn ging für die „Roten“ 38 Minuten lang nichts, dann aber hatten die hannoverschen Anhänger Grund zum Jubeln. Eine Eingabe von Lars Stindl verwandelte Mame Diouf, ohne lange zu fackeln. Ein Tor wie aus dem Nichts, 96 war mit einem Mal wieder da. Und Slomka durfte sich bestätigt fühlen: Er hatte seiner Mannschaft mit auf den Weg gegeben, nicht nur hinten hellwach zu sein, sondern auch vorne eiskalt zu agieren, wenn sich Torchancen ergeben. Gesagt, getan!

Die „Roten“ waren wieder drin im Spiel. Und auch dieses Tor zeigte Wirkung. Atlético agierte nicht mehr so zielstrebig, und 96 gewann merklich an Selbstvertrauen. Die Gäste, die den Ball nun besser in den eigenen Reihen hielten, hätten sogar in Führung gehen können. Erst scheiterte Diouf, der oft nur durch Fouls gebremst werden konnte, nach einer Eingabe von Didier Ya Konan an Torwart Thibaut Courtois (62.), dann verpasste Konstantin Rausch eine Flanke von Stindl (69.).

Bei Atlético war zuvor Diego eingewechselt worden, das wirkte schon fast wie eine Verzweiflungstat, um doch noch die Entscheidung zu erzwingen. Doch die Madrilenen wollten zu häufig mit dem Kopf durch die Wand, darauf aber hatte sich 96 gut eingestellt. Doch dann schlug Madrid doch noch zu: Salvio traf zum 2:1, 96 war geschlagen, liegt aber nicht am Boden.

Die Chance zum Weiterkommen ist weiter da. Am 5. April ist alles möglich! Dann könnte es in Hannover eine richtige Fiesta geben.

Dieser Artikel wurde aktualisiert.

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