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Hannover 96 96 schickt Rudnevs zurück nach Hamburg
Sportbuzzer Hannover 96 96 schickt Rudnevs zurück nach Hamburg
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00:16 02.05.2014
Von Jörg Grußendorf
Verlässt Hannover: Artjoms Rudnevs.
Verlässt Hannover: Artjoms Rudnevs. Quelle: dpa
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Hannover

Der Klassenerhalt steht gerade einmal ein paar Tage fest, da treiben die „Roten“ die Planungen für die neue Saison vehement voran: Ein Talent erhält einen Vertrag, zwei Nachwuchsspieler aus Hoffenheim werden verpflichtet, ein Leihspieler muss gehen, einer kommt zurück zu Hannover 96. Gegen Mittag wartete 96 zunächst mit einer kleinen Überraschung auf, die aber nachvollziehbar ist: Der Verein verzichtet darauf, die Kaufoption für Stürmer Artjoms Rudnevs zu ziehen. Der Lette muss am Saisonende zum Hamburger SV zurückkehren, von dem 96 den 26-Jährigen in der Winterpause ausgeliehen hatte. Die Hannoveraner hätten Rudnevs bis Ende April für etwa zwei Millionen Euro Ablöse kaufen können.

Dass 96 am Ende trotz zwischenzeitlich anders lautender Wasserstandsmeldungen die Option nicht gezogen hat, liegt daran, dass der lettische Angreifer nach einem guten Start mit drei Toren stark nachgelassen hat. Er konnte mitunter nicht einmal im Ansatz die Leistungen aus seiner hannoverschen Anfangszeit bestätigen.

Die Rückkehr könnte für Rudnevs allerdings problematisch werden: Er hat zwar einen Vertrag bei den Hanseaten, der noch bis zum Juni 2016 läuft, jedoch dem Vernehmen nach nur für die 1. Bundesliga gilt. Aber der HSV ist höchst abstiegsgefährdet. Darum wird bereits spekuliert, dass 96 die Option nur nicht gezogen habe, weil Rudnevs im Abstiegsfall der Hamburger weniger als die ausgehandelten zwei Millionen Euro kosten würde. „Das ist uns bewusst, aber ausschlaggebend für die Entscheidung war, dass ,Rudis‘ Leistungen zuletzt wahrlich nicht so waren, dass er sich empfohlen hätte“, sagte 96-Sportdirektor Dirk Dufner. „Aber dazu hat er ja jetzt noch zwei Spiele Zeit.“ Die hat auch Leihspieler Frantisek Rajtoral – im Fall des tschechischen Rechtsverteidigers muss 96 sich erst nach Saisonende entscheiden. Tendenz derzeit: Rajtoral muss gehen.

Zwei Neue aus Hoffenheim

In die Zukunft investiert haben die „Roten“ bei vier anderen Spielern. 96 verpflichtete Innenverteidiger Stefan Thesker (23 Jahre) und Stürmer Kenan Karaman (20) vom Ligarivalen 1899 Hoffenheim. „Wir sind überzeugt, dass sie mit ihrer Ausbildung und ihren fußballerischen Voraussetzungen unsere Mannschaft verstärken können“, sagte Dufner. Beide sind ablösefrei. Der mehrfache deutsche „U 21“-Nationalspieler Thesker absolvierte bisher sechs Bundesligapartien für 1899. Er stammt aus der Jugend des FC Schalke 04 und spielte vor seinem Wechsel nach Hoffenheim schon in den Niederlanden bei Twente Enschede und Fortuna Sittard. Er erhält einen Vertrag bis zum Juni 2018.

Für zwei Jahre band sich Karaman, der von der „U 18“ bis zur „U 21“ alle Nachwuchsmannschaften der Türkei durchlaufen hat, an 96. Der gebürtige Stuttgarter hat fünf Bundesligaeinsätze für die Kraichgauer bestritten. Er wechselte 2011 von den Stuttgarter Kickers nach Hoffenheim. Thesker und Karaman sind nach Valmir Rankovic (Bayern München II) die Neuzugänge zwei und drei für 96.

Dazu wurde der 18-jährige Valmir Sulejmani aus dem eigenen Nachwuchs mit einem Zweijahresvertrag ausgestattet. Der Stürmer trainiert wie der gleichaltrige Tim Dierßen (Kontrakt bis 2017) seit dem Herbst mit den Profis. Sulejmani ist in der Bundesliga fünfmal für die „Roten“ aufgelaufen, einmal – beim 1:2 in Freiburg – sogar von Anfang an. „Valmirs Entwicklung macht uns Freude“, sagte Dufner.
Darüber hinaus hat sich 96 entschlossen, Torhüter Samuel Radlinger (21), der an Rapid Wien ausgeliehen war, im Sommer zurückzuholen.

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