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Hannover 96 Zeit für neue Pokalhelden
Sportbuzzer Hannover 96 Zeit für neue Pokalhelden
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00:25 13.06.2015
Quelle: dpa/Archiv
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Hannover

Jedes Jahr, wenn die erste Runde im DFB-Pokalwettbewerb ausgelost wird, machen sich viele Fußballfans von Hannover 96 neue Hoffnung. Könnte es nicht mal wieder eine Pokalsaison wie damals werden? Und wäre es nicht mal an der Zeit, zweimal in einer Saison im Berliner Olympiastadion vorbeizuschauen? Einmal gegen Hertha BSC und einmal zum Finale ...

Immer, wenn es wie jetzt im Sommer mit Hessen Kassel ein neues Erstrundenlos für die „Roten“ gibt, werden viele in Hannover sentimental. Und schwelgen in Erinnerungen vom Pokalsieg am 
23. Mai 1992 gegen Borussia Mönchengladbach, als 96 noch ein Zweitligist war, zu dessen Heimspielen 10 000 Zuschauer kamen. Spieler wie Torwart Jörg Sievers, der zwei Elfmeter hielt, oder Michael Schjönberg, der den letzten Elfmeter verwandelte, werden ihr Leben lang Pokalhelden bleiben.

Vor knapp drei Wochen hatte der Verein beim „96-macht-Schule-Cup“ das Pokalreplikat in der HDI-Arena ausgestellt und ausdrücklich erlaubt, den Pott auch mal anzufassen – „aber bitte nicht fallen zu lassen“. Es war schön zu beobachten, welchen Reiz dieser Pokal auf die Jungen und Mädchen und auch auf ihre Eltern ausübte. Um das gute Stück bildete sich während des Schulturniers die ganze Zeit eine größere Traube, für das Motiv „Ich und der Pokal“ wurden immer wieder Handykameras und Fotoapparate gezückt.

Wenn Hannover 96 zwischen dem 
7. und 10. August (der genaue Termin steht noch nicht fest) in Kassel antritt, beginnt der Pokaltraum von Neuem. Dabei hat es in der Vergangenheit in der Beziehung zwischen den „Roten“ und dem Pokal heftig gekriselt. Gefühlt ist 96 in den vergangenen Jahren immer in der ersten Runde ausgeschieden.

Das ist zwar nicht korrekt, tatsächlich passierte dies das letzte Mal in der Saison 2010/2011 in Elversberg. Danach überstand die Mannschaft immer die erste Runde, ob die Gegner nun Anker Wismar, FC Nöttingen, Victoria Hamburg oder in der vergangenen Spielzeit Astoria Walldorf hießen. Das macht zumindest für das Duell mit dem Regionalligisten Kassel Mut.

Das hannoversche Pokalproblem fing meist in Runde 2 an. Entweder blamierte sich 96 wie vergangenen August beim späteren Zweitligaabsteiger VfR Aalen oder hatte mit Bayern München Lospech. Nur einziges Mal in den vergangenen sieben Jahren kam 96 bis in die dritte Runde – und ging dann in Dortmund mit 1:5 unter.

96-Clubchef Martin Kind plant im Etat außer den 100 000 Euro, die es in der ersten Runde zu verdienen gibt, sicherheitshalber gar keine Einnahmen mehr ein. Was keineswegs bedeutet, dass sich Kind nicht endlich mal wieder große Pokalspiele mit hannoverscher Beteiligung wünscht.

In der Vergangenheit galt der Pokalwettbewerb als einfachster und schnellster Weg Richtung Europa. Dieser Weg ist schwerer geworden, weil bei einer Finalniederlage gegen einen der Clubs von den Rängen 1 bis 6 nicht mehr der Verlierer das Europa-League-Ticket bekommt, sondern der Bundesligasiebte.

Wer trifft auf wen im DFB-Pokal?

BUNDESLIGA - 2. BUNDESLIGA :
Arminia Bielefeld – Hertha BSC
MSV Duisburg – Schalke 04
FC St. Pauli – Borussia M‘gladbach
1860 München – 1899 Hoffenheim
BUNDESLIGA - 3. LIGA :
Energie Cottbus – 1. FSV Mainz 05
Stuttgarter Kickers – VfL Wolfsburg
Kickers Würzburg – Werder Bremen Chemnitzer FC – Borussia Dortmund Holstein Kiel – VfB Stuttgart

BUNDESLIGA - AMATEURE:
Oberliga Westfalen/TuS Erndtebrück – SV Darmstadt 98
FC Carl Zeiss Jena – Hamburger SV
SV Meppen – 1. FC Köln
HSV Barmbek-Uhlenhorst – SC Freiburg Sportfreunde Lotte – Bayer Leverkusen SpVgg Unterhaching – FC Ingolstadt
SV Elversberg – FC Augsburg
FC Nöttingen – Bayern München
Hessen Kassel – Hannover 96
Bremer SV – Eintracht Frankfurt

2. BUNDESLIGA - 3. LIGA :
VfL Osnabrück – RB Leipzig
Hallescher FC – Eintracht Braunschweig Hansa Rostock – 1. FC Kaiserslautern Erzgebirge Aue – SpVgg Greuther Fürth
VfR Aalen – 1. FC Nürnberg

2. BUNDESLIGA - AMATEURE :
Viktoria Köln – 1. FC Union Berlin
VfB Lübeck – SC Paderborn
Bahlinger SC – SV Sandhausen
Rot-Weiss Essen – Fortuna Düsseldorf
BFC Dynamo – FSV Frankfurt
FSV Salmrohr – VfL Bochum
SSV Reutlingen – Karlsruher SC
FK Pirmasens – 1. FC Heidenheim

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