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Hannover 96 Bei 96 läuft’s – und Fans stehen Schlange
Sportbuzzer Hannover 96 Bei 96 läuft’s – und Fans stehen Schlange
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15:40 09.03.2011
Von Volker Wiedersheim
Schlange stehen für die Roten: Die 96-Karten der HAZ für das nächste Heimspiel gegen Hoffenheim waren am Dienstag schnell vergriffen. Quelle: Florian Petrow
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Der Jubel ist verklungen nach dem famosen 3:1-Sieg des Fußball-Bundesligisten Hannover 96 gegen den Rekordmeister FC Bayern München. Gut so, denn als nächster Gegner wartet schon am Freitagabend (Anpfiff: 20.30 Uhr) der 1. FC Köln. Vor kurzem noch Kellerkind mit Abstiegsprognose, inzwischen aber Kletterklub. In vier Spieltagen von Platz 16 rauf auf 11 mit vier Punkten Abstand zum Relegationsrang. So ein Team dürfen die „Roten“ nicht auf die leichte Schulter nehmen. Es darf vermutet werden, dass 96-Trainer Mirko Slomka das Freitagspiel mit der gegenüber der Bundesliga-Routine um einen Tag verkürzten Vorbereitung gar nicht so ungelegen kommt. Es bleibt ein Tag weniger, an dem die nötige Spannung abfallen könnte. Ein Tag weniger, an dem die „Roten“ es sich mit dem Gedanken „Wir haben die Bayern dominiert, da gewinnen wir gegen die Kölner allemal“ bequem machen können.

Das Training der „Roten“ bewies jedenfalls, dass Slomka die Spieler unverändert anspornt, auf Trab hält – und auch mal kernig kritisiert, wenn es nicht nach seinem Plan läuft: „Was ist los, ,Djappi‘? Bist du schon im Urlaub?“, schnauzte er etwa Constant Djakpa an, als der nach einem Ballverlust einem dieser für 96 typischen Blitzangriffe nur hinterher trabte.

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Bei den Bayern-Besiegern indes kam am Dienstag nicht die Spur eines Verdachtes auf, sie könnten in der Trainingswoche und am Freitag in der Domstadt mit Eifer geizen. Es ging ordentlich zur Sache, als die „Roten“ in Siebenerteams auf kleinem Feld zum Übungskick antraten: Zwar wurde auf dem Platz auch mal gefrotzelt und gelacht – aber das Spieltempo blieb hoch, und die Zweikämpfe wurden ohne Glacéhandschuhe geführt. Stürmer Mohammed Abdellaoue hatte dabei ansprechende Szenen. Das zweifellos schönste Tor des Tages gelang dabei indes Nebenmann Jan Schlaudraff, als er einen lang über den Strafraum hinweg geschlagenen Eckball volley ins Tor „zimmerte“. Dafür gab’s von den Trainingskiebitzen begeisterten Szenenapplaus.

Den Fans der „Roten“ nimmt die ansprechende Trainingsform der beiden Stürmer Abdellaoue und Schlaudraff einen Teil der Sorgen, die Publikumsliebling Didier Ya Konan nach wie vor macht: Erwartungsgemäß war der bislang beste 96-Torjäger (elf Saisontreffer) am Dienstag auf dem Trainingsplatz nicht zu sehen, sondern ließ sich vom medizinischen Team sein rechtes Reizknie therapieren. Auch am Mittwoch ist nach Einschätzung von 96-Teamarzt Helmut Lill noch nicht daran zu denken, dass Ya Konan mit dem Team trainiert (10 Uhr, Mehrkampfanlage). Dass er der Mannschaft am Freitag bereits wieder zur Verfügung steht, ist nicht sehr wahrscheinlich – aber auch nicht mehr so dramatisch, wie es noch vor zwei Wochen erschienen wäre. Konnten die „Roten“ bislang in 18 Monaten nicht einmal ohne den Ivorer siegen, ist dies zuletzt zweimal gelungen. Das Team emanzipiert sich ein bisschen von seinem Glücksbringer. Mit Ya Konan ist’s zwar schöner, aber ohne ihn geht’s auch.

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Ein Rekord jagt den anderen: Die 1000 Erwachsenentrikots, die Hannover 96 am Sonnabend in den Verkauf gebracht hatte, sind bereits am selben Tag verkauft worden. „Sensationell“, sagt Naser Capric, bei 96 für das Merchandising zuständig. „Wir haben noch nie so viele Trikots verkauft wie diese Saison.“

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