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Hannover 96 Bekommt Schlaudraff wieder eine Chance?
Sportbuzzer Hannover 96 Bekommt Schlaudraff wieder eine Chance?
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17:10 29.03.2015
Von Christian Purbs
Jan Schlaudraff: Wird der Mann mit der Nummer 13 im Abstiegskampf zum Glücksbringer? Quelle: Nigel Treblin
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Hannover

Peter Neururer hat mal wieder Zeit. Nach seinem Rausschmiss beim VfL Bochum macht der Fußballtrainer das, was er immer macht, wenn er gerade ohne Job ist: Er sorgt für Schlagzeilen. Die „Bild am Sonntag“ hat in der Fußball-Bundesliga „den größten Abstiegskampf aller Zeiten“ ausgerufen und Neururer um einen „Abstiegscheck“ gebeten. Bei Hannover 96 ist Neururer gleich zweimal rausgeflogen, einmal 1995 und einmal 2006. Seine Prognose für seinen alten Club: „Ohne Fan-Unterstützung wird es eng.“ Und deshalb appellierte er gestern an die sogenannten Ultras, ins Stadion zurückzukehren: „Die Fans müssen begreifen, dass es jetzt nicht mehr um Martin Kind geht, sondern um den ganzen Verein.

Auch für Kind hat er einen Ratschlag. Neururer findet es „richtig“, dass der Clubchef auch nach zehn Bundesligaspielen ohne Sieg an Trainer Tayfun Korkut festgehalten hat. „Aber dann sollten sie es auch bis zum bitteren Ende gemeinsam durchziehen.“ Bis zum bitteren Ende?

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Vor 1200 Zuschauern hat Hannover 96 ein Testspiel gegen Rot-Weiß Erfurt in der HDI-Arena bestritten.

Wenn Korkut am Montag seine Profis nach einem freien Wochenende zum Start der wichtigen Trainingswoche vor dem Auswärtsspiel am kommenden Sonnabend bei Eintracht Frankfurt bittet, dann blickt er mit einem „guten Gefühl“ auf den 27. Spieltag. Gesorgt hat dafür der 3:0-Testspielerfolg über den Drittligisten Rot-Weiß Erfurt. „Der Sieg tut gut“, sagt Korkut: „Das war ein kleiner nächster Schritt, um dann zuzuschlagen, wenn es um Punkte geht.“Das klingt wunderbar angriffslustig, doch Korkut weiß, dass den Worten endlich auch Taten folgen müssen. „Wir müssen jetzt die Kurve kriegen.“

Korkut wird die Woche nutzen, um die richtige Elf für das Frankfurt-Spiel zu finden. Spannend dürfte sein, ob er sich traut, Jan Schlaudraff eine Chance zu geben. Schlaudraff erzielte gegen Erfurt ein Tor und hatte ein paar gute Szenen, Korkut betonte danach, dass „Jan nicht außen vor ist“. Eine Rolle hat er allerdings nicht gespielt, obwohl er beim 0:2 in Mönchengladbach immerhin einen Platz im Kader hatte. Seine letzten Einsatzminuten in der Bundesliga hatte der 31-Jährige Ende Oktober beim 1:0-Sieg in Dortmund. Korkut brachte ihn in der 90. Minute - zum Zeitschinden.

Mit Schlaudraff gegen Frankfurt? Das wäre mutig. Und vielleicht genau das, was 96 im Abstiegskampf braucht.

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