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Hannover 96 Schafft 96 gegen Köln die Wende?
Sportbuzzer Hannover 96 Schafft 96 gegen Köln die Wende?
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00:17 23.02.2015
„Wir müssen eine Schippe drauflegen“: Zweifelnde 96-Spieler, wie hier Miiko Albornoz, will Trainer Tayfun Korkut nicht mehr sehen. Quelle: Florian Petrow
Hannover

Verkrampfung oder Anspannung waren nicht zu erkennen - und die Lockerheit bei allem „Ergebnisdruck“ (96-Trainer Tayfun Korkut) wirkte nicht aufgesetzt. Zumindest daran kann es nicht liegen, wenn die „Roten“ am Sonnabend beim 1. FC Köln (Anpfiff ist um 18.30 Uhr) wieder leer ausgehen sollten.

Doch an einen negativen Ausgang der Partie will niemand bei den Hannoveranern - schenkt man den Aussagen der Offiziellen Glauben - auch nur einen Gedanken verschwenden. Die Zeichen stehen auf „Turnaround“, wie Sportdirektor Dirk Dufner es nennt, also auf Umschwung. Ein Umschwung, der bitter nötig ist. Denn 96 befindet sich seit Wochen - nicht erst seit Rückrundenbeginn - in einer Abwärtsspirale. Siege sind Mangelware geworden, einhergegangen damit ist ein Abrutschen in der Tabelle und die Verstrickung in den Abstiegskampf. Vier Punkte Vorsprung auf einen Platz, der künftig tristen Zweitligaalltag bedeutet, sind eine Nichtigkeit. Die Krise ist nicht wegzudiskutieren.

Die besten Bilder vom Training der "Roten" am Freitag.

Gegen Köln soll nun alles besser werden. „Wir müssen diesen Turnaround klar einleiten“, sagt Dufner, „das muss man an der Körpersprache erkennen und in jedem Zweikampf. Und wir müssen uns spielerisch verbessern.“ Vorgaben, die der Trainer an- und aufnimmt. Er fordert echte Kerle auf dem Rasen. „Harte Arbeit, Entschlossenheit“, sagt Korkut, „so wie wir früher als Kind auf der Straße gekickt haben. Da hat man auch alles rausgehauen.“ Auch wenn mal einer größer und kräftiger sei, müsse man sich entsprechend wehren, kein Pardon zeigen. Kämpfen um wichtige Punkte, um die Bundesliga eben - auf Biegen und Brechen.

Als Paradebeispiel für diese Einstellung nennt der 96-Coach das Hinspiel gegen die Kölner. Damals, am 24. September, hatte Joselu die „Roten“ bereits in der 6. Spielminute in Führung gebracht - und diese hatten die Hannoveraner trotz aller Widrigkeiten nicht wieder hergegeben. Sich mit „aller Gewalt“ (Korkut) gegen einen drohenden Punktverlust gestemmt. „So stelle ich mir das vor“, sagt Korkut. Wenn es nicht so laufe, seien eben andere Tugenden gefragt. „Wir müssen eine Schippe drauflegen und dahin kommen, dass wir die 50:50-Zweikämpfe für uns entscheiden“, sagt Korkut, „und versuchen, wieder eine Führung hinzubekommen.“ Letzteres scheint für die Partie in Köln wahrlich nicht unbedeutend. Die jüngsten drei Heimspiele der Rheinländer, die in dieser Saison die zweitschlechteste Heimmannschaft stellen, endeten nämlich 0:0.

  • Umstellungen: Trainer Korkut will und muss Veränderungen in der Mannschaft, die zuletzt beim 1:2 gegen Paderborn so sehr enttäuschte, vornehmen. Für den gesperrten Christian Schulz dürfte Salif Sané in die Innenverteidigung rücken. Seinen Platz im Mittelfeld könnten Maurice Hirsch, Ceyhun Gülselam oder der genesene Edgar Prib übernehmen. Vieles spricht für Gülselam. In der offensiven Mittelfeldreihe gilt nur Kapitän Lars Stindl in der Spielmacherrolle als gesetzt. Hiroshi Kiyotake und besonders Jimmy Briand spielen dagegen viel zu unbeständig. Gut möglich, dass Leonardo Bittencourt anstelle eines der beiden eine Chance erhält.

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