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Hannover 96 "Hannover 96 muss dahin, wo es mal war."
Sportbuzzer Hannover 96 "Hannover 96 muss dahin, wo es mal war."
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20:53 03.11.2015
Von Heiko Rehberg
„Ich werde nicht auf der Bank sitzen“: Christian Möckel soll neue Spieler mit möglichst viel Klasse nach Hannover locken.  Quelle: Nigel Treblin
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Hannover

An seinem dritten Arbeitstag für den Fußball-Bundesligisten Hannover 96 absolvierte Christian Möckel das volle Programm. Erst 45 Minuten Gespräch mit den Reportern von Zeitungen und Zeitschriften, dann Fotos im Stadion, danach noch Radio- und Fernsehinterviews.Der neue Sportliche Leiter sammelte dabei mit seinem Humor und seiner Freundlichkeit viele Pluspunkte, und es ist bedauerlich, dass die in der Bundesligatabelle leider nicht angerechnet werden können. Dann würde 96 in der Tabelle vom 14. Platz nämlich schnell Richtung Europacupplätze klettern.

Auch darum ging es am Dienstag, um die Europa-League-Zeiten der „Roten“, die Möckel in Nürnberg aufmerksam verfolgt hat. Der 42-Jährige sagte nicht, dass 96 in zwei, drei oder vier Jahren wieder international spielen wolle oder solle. Das in Hannover glänzende Augen hervorrufende „E-Wort“ nahm er nicht in den Mund, es war aber durchaus gemeint, als er seine Ziele mit 96 formulierte: „Hannover sollte wieder dahin, wo es mal war.“ Verbunden damit war ein Kompliment für seinen neuen Club: „96 ist einer der interessantesten Vereine in der Bundesliga, um etwas bewegen zu können.“ Das hört der Hannoveraner gern. Und Clubchef Martin Kind erst recht.

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In Hannover soll sich Möckel um die Kaderplanung, die Lizenzmannschaft, das Scouting („Da werden wir personell aufstocken“) und die Verzahnung mit dem Nachwuchsleistungszentrum kümmern. Dass möglicherweise zusätzlich noch ein Sportchef folgen soll, hält er für „durchaus denkbar“, dass der Name von Jens Todt (Karlsruher SC) an der Medienbörse bereits gehandelt wird, ist ihm nicht entgangen.

Doch Fans interessiert das Thema derzeit bestenfalls am Rande. Was 96-Anhänger bewegt, ist die Frage: Holt der Verein im Winter neue Spieler? Und wie viele? „Das müssen wir und werden wir“, sagte Möckel. „Mir spuken auch bereits einige Namen im Kopf herum. Wir wissen, wo wir den Hebel ansetzen wollen.“ Dass das vor allem in der Offensive passieren wird, machte er deutlich. „Du kannst allerdings nicht zehn Spieler im Winter holen.“ Ein Name, der bei Möckel im Kopf herumspukt, ist der von Josip Drmic, der in Mönchengladbach nicht glücklich ist. „Er ist ein interessanter Spieler, wenn es möglich ist, werden wir uns um ihn bemühen.“ Möckel und 96-Geschäftsführer Martin Bader hatten Drmic 2013 zum 1. FC Nürnberg geholt.

Möckel deutete an, dass er sich auch bei anderen Bundesligisten nach Verstärkungen umschauen werde, außerdem sei „nicht auszuschließen, dass Spieler aus Nürnberg kommen“. Interessant dürfte da zum Beispiel einer wie Guido Burgstaller sein. Das Ziel seien „nachhaltige Transfers“. Aber auch eine Ausleihe bis zum Sommer sei ein Thema, „wenn uns der Spieler weiterbringt“. Möckel will engen Kontakt zu Michael Frontzeck und zum Trainerstab halten, eines aber auf keinen Fall tun: „Ich werde dem Trainer nicht sagen, wie er spielen soll.“

Hannover 96 Möckel hat erste Pläne - Angelt sich 96 Josip Drmic?
03.11.2015
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Heiko Rehberg 03.11.2015