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Hannover 96 Der schlechteste Saisonstart seit 2006
Sportbuzzer Hannover 96 Der schlechteste Saisonstart seit 2006
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00:19 14.11.2015
Von Christian Purbs
Die 96-Profis legten sich am Mittwoch beim Training mächtig ins Zeug. Quelle: Petrow
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Hannover

Als Michael Frontzeck vor ein paar Wochen gefragt wurde, wohin der Weg von Hannover 96 in dieser Saison führen wird, druckste der 96-Trainer ein bisschen herum. „Wir haben uns nach dem schwierigen und komplizierten Start in die Saison reingebissen, wissen aber, dass wir noch sehr viel Arbeit vor der Brust haben“, sagte Frontzeck und betonte erneut, dass es eine schwierige Saison werden wird. Keine allzu gewagte Behauptung, für die auch die Zwischenbilanz nach dem 12. Spieltag spricht. Nach dem 1:3 gegen Hertha BSC Berlin ist ein Drittel der Saison vorbei, die „Roten“ stehen mit elf Punkten auf dem 15. Platz. Es ist, wie es sich anfühlt: So schlecht war 96 zu diesem Zeitpunkt erst einmal seit dem Wiederaufstieg 2002.

In der Saison 2006/2007 hatte die Mannschaft des damaligen Trainers Dieter Hecking, der nach dem 3. Spieltag Peter Neururer abgelöst hatte, nur zehn Punkte auf dem Konto, startete jedoch danach mit drei Siegen in Folge eine kleine Erfolgsserie. Die begann mit einem 1:0 bei Borussia Mönchengladbach - am übernächsten Sonnabend der nächste 96-Gegner. Am Saisonende landeten die „Roten“ auf Rang 11 und hatten früh mit dem Abstieg nichts mehr zu tun. Selbst im ersten Jahr nach dem Wiederaufstieg hatten die „Roten“ zu diesem Zeitpunkt schon 15 Punkte gesammelt.

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Zum Glück steht 96 mit seinen Sorgen nicht alleine da, mehr als die Hälfte der Teams der Fußball-Bundesliga wurstelt sich bislang mehr schlecht als recht durch die Saison. So viele Mannschaften, die auch aufgrund der fehlenden spielerischen Qualität nicht in der Lage sind, Konstanz in ihre Leistungen zu bringen, hat es in der Liga schon lange nicht mehr gegeben. Da kann jeder jeden schlagen, zwei Niederlagen in Folge, und schon ist man wieder mitten drin im Schlamassel.

In der Länderspielpause hatte Trainer Michael Frontzeck am Mittwoch endlich Gelegenheit, in Ruhe mit der Mannschaft zu trainieren. 

Diese Konstellation ist für die „Roten“ Fluch und Segen zugleich. Es ist gut für 96, dass es keiner dieser Mannschaften bislang gelungen ist, sich abzusetzen. Auf der anderen Seite hat mit Ausnahme des FC Augsburg noch kein Team den Anschluss verloren. Und vieles spricht dafür, dass es bis zum Saisonende auch so bleibt. So verspricht im Gegensatz zum Rennen um die Meisterschaft wenigstens der Abstiegskampf wieder viel Spannung bis zum Schluss.

Bisher sieht es ganz danach aus, dass auch 96 wieder um den Klassenerhalt zittern muss. Bis zur Winterpause gilt es für die „Roten“, noch ein paar Zähler zu sammeln und so den Anschluss nicht zu verlieren. Auf eine Last-Minute-Rettung wie in der vergangenen Saison sollte 96 jedoch nicht spekulieren. Am letzten Spieltag geht’s zum FC Bayern.

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