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Hannover 96 Didier Ya Konan ist wieder im 96-Kader
Sportbuzzer Hannover 96 Didier Ya Konan ist wieder im 96-Kader
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15:57 29.11.2011
Zum Niederknien: Didier Ya Konan steht nach seiner Bundesliga-Sperre gegen Standard Lüttich und danach beim SC Freiburg wieder zur Verfügung. Quelle: Ulrich zur Nieden
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Hannover

So feierte der 96-Stürmer seine Tore, die so wertvoll für den Fußball-Bundesligisten waren und ihn zum Publikumsliebling machten. Lieb haben die Fans den Ivorer immer noch, weil sie ihre Gunst nicht nur nach der Anzahl der Tore verteilen, sondern genau wissen, dass Ya Konan ein herausragender Stürmer mit einer Extraportion Teamgeist ist. Auch deshalb leiden die Zuschauer mit, wenn ihm wie so oft in dieser Saison im Spiel nichts gelingen will, er nach einer vergebenen Chance frustriert auf dem Boden kniet. Sie hoffen, dass er endlich in Form kommt, wieder trifft und mit seiner ansteckenden Freude das Publikum im Stadion begeistert. Denn den „alten“ Ya Konan könnte 96 zurzeit verdammt gut gebrauchen.

Es sind besonders seine Kaltschnäuzigkeit und Effizienz, mit der er in der vergangenen Saison seine 14 Tore erzielte, die den „Roten“ in der momentan schwierigen Phase so fehlen. Auch im Spiel gegen den HSV am vergangenen Sonnabend, für das Ya Konan nach seiner umstrittenen Roten Karte in Wolfsburg gesperrt war, war die Chancenverwertung der „Roten“ eine mittlere Katastrophe. Bis zu seinem Traumtor zum 1:1 in der 78. Minute hatte Jan Schlaudraff allen Anlass gegeben, auf ein erfolgreiches Comeback von Ya Konan beim Europa-League-Spiel bei Standard Lüttich (Anpfiff: Mittwoch, 30. November, 21.05 Uhr) zu hoffen. Da Schlaudraff trotz schwankender Leistungen aber immer für einen genialen Moment gut ist, wird der Torjäger im Wartestand auch in Belgien zunächst wieder auf der Ersatzbank sitzen.

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Was erneut viel Arbeit für Mohammed Abdellaoue bedeutet. Dem Norweger macht das Fehlen seines kongenialen Sturmpartners aus der vorigen Saison besonders zu schaffen. Die beiden harmonierten auch deshalb so gut, weil sie sich die Defensivarbeit besser aufteilten als zurzeit Abdellaoue und Schlaudraff, der sich oft weit zurückfallen lässt, weil er das Spiel gerne vor sich hat. So kann  sich die gegnerische Abwehr bei vielen 96-Angriffen auf Abdellaoue konzentrieren, der da vorne als Alleinunterhalter oft auf verlorenem Posten steht. Seine Trefferquote ist mit zwölf Toren in Bundesliga, Europa League und DFB-Pokal zwar immer noch beachtlich, etwas mehr Unterstützung bei seiner oftmals undankbaren Aufgabe als Einzelkämpfer im Sturm würde ihm dennoch guttun.

Viele Alternativen hat 96-Trainer Mirko Slomka im Angriff nicht. Artur Sobiech fehlt noch die Durchschlagskraft, Moritz Stoppelkamp, ohnehin eher einer fürs rechte Mittelfeld, die Effektivität in seinen Aktionen. Bleibt als Alternative Ya Konan. Mit seinen Toren hat der Ivorer 96 in der vergangenen Saison in die Europa League geschossen, er war einer der Ersten im Team, der von der Qualifikation für den Europapokal überzeugt war. Es wäre eine schöne Geschichte, wenn sich Ya Konan in der Europa League wieder in Form schießen würde. Am besten schon in Lüttich.

Christian Purbs

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