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Hannover 96 Dirk Dufner sucht Austausch mit Mirko Slomka
Sportbuzzer Hannover 96 Dirk Dufner sucht Austausch mit Mirko Slomka
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13:33 25.04.2013
Der neue Manager ist da: Dirk Dufner bei seiner Vorstellung am Donnerstag in Hannover. Quelle: dpa
Hannover

Bei Hannover 96 gehört die Eiszeit zwischen Manager und Trainer der Vergangenheit an. Der neue Sportdirektor Dirk Dufner strebt beim Fußball-Bundesligaclub eine enge Zusammenarbeit mit Mirko Slomka an. „Der Austausch mit dem Trainer ist wichtig“, betonte der 45 Jahre alte Rechtsanwalt bei seiner Vorstellung am Donnerstag in Hannover. Alleingänge auf dem Transfermarkt werde es nicht geben. „Wir werden keinen Spieler verpflichten, wenn wir das nicht zusammen entschieden haben“, sagte Dufner, der als Nachfolger von Jörg Schmadtke einen Vertrag bis 2016 unterzeichnete.

Zwischen Schmadtke, der laut Clubchef Martin Kind ein „stabiles Fundament“ beim zweimaligen Europa-League-Teilnehmer geschaffen hat, und Trainer Slomka stimmte die Chemie nicht immer. Dufner wirkte bei seinem ersten Auftritt offen und leutseliger als der etwas knorrige Schmadtke. Dennoch verstehen sich die beiden Manager gut. „Ich werde mich sicherlich bei Jörg Schmadtke informieren und mich mit seiner Hilfe einarbeiten“, berichtete Dufner, der nur zwei Tage nach seiner Vertragsauflösung im Breisgau erstmals eine Herausforderung im Norden Deutschlands sucht: „Ein toller Club mit toller Perspektive.“

Hannover 96 hat aufs Tempo gedrückt. Nicht einmal eine Woche nach dem Abgang von Jörg Schmadtke hat der Fußball-Bundesligist einen neuen Sportdirektor gefunden.

Dufner hatte bereits am Dienstagabend auf Einladung von Slomka in einem Gespräch erste Weichen für die zukünftige Arbeit gestellt. „Wir sind gut miteinander umgegangen, hatten viel Freude. Wenn es zwischen den handelnden Personen stimmt, kannst du Erfolg haben“, betonte der erfahrene Manager. Er stellte sich auch der Mannschaft vor, die ihr Abschlusstraining für das Auswärtsmatch in Fürth an diesem Freitag absolvierte. Dufner wird die Partie auf der Tribüne verfolgen, ehe er am Montag offiziell seinen Dienst antritt.

Transfers für die nächste Saison haben Priorität, 96 hat noch keine neuen Spieler verpflichtet. „Ich werde sofort einsteigen“, versicherte der Schmadtke-Nachfolger. Dass Trainer Slomka nicht neben Dufner und Kind am Tisch saß, bezeichnete der Clubchef als Versäumnis. Er erwartet von den beiden Führungskräften eine am Erfolg orientierte Zusammenarbeit. „Es soll keine Liebesbeziehung werden. Respekt, Vertrauen, Offenheit, Ehrlichkeit, so soll die Zusammenarbeit sein“, erklärte Kind.

Sportlich hat sich Dufner auf dem ersten Blick mit seinem Wechsel verschlechtert. Die Freiburger, für die er sechs Jahre erfolgreich war, haben vier Spieltage vor Schluss bessere Europokal-Chancen als die Niedersachsen, die in Fürth ihre verletzten Stamm-Verteidiger Johan Djourou und Christian Schulz ersetzen müssen. „Wir wollen den Frust der Vorwochen abschütteln“, sagte Trainer Slomka. Sein Team ist auf Platz elf abgerutscht, hat aber rein rechnerisch immer noch die Möglichkeit, ein Europapokal-Ticket zu ergattern.

dpa/sag

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