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Hannover 96 Ein Strich durch die 96-Rechnung
Sportbuzzer Hannover 96 Ein Strich durch die 96-Rechnung
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00:22 06.02.2015
Von Heiko Rehberg
Foto: Kämpfte bis zum Schluss: Trotz einer guten Leistung konnte Lars Stindl das Unentschieden gegen Mainz nicht verhindern. Quelle: Petrow
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Hannover

In der 85. Minute hatten die Fans von Hannover 96 doch noch einmal den Torschrei auf den Lippen. Es stand im Fußball-Bundesligaspiel gegen Mainz 05 1:1, die Zeit lief davon, als der eingewechselte Artur Sobiech eine Chance bekam. Doch Sobiechs Kopfball hatte zu wenig Schwung, der Mainzer Torwart Loris Karius klärte auf der Torlinie. Es blieb beim 1:1 – eine größere Enttäuschung als das 0:1 zum Rückrundenauftakt bei Schalke 04.

Dabei sind Mainzer eigentlich ein gern gesehener Gast in Hannover. Sympathischer Klub, spielerisch ordentliche Mannschaft – und immer artig am Abliefern der Punkte. Doch diesmal machten sie 96 einen Strich durch die Rechnung.
Es dauerte bis zur 26. Minute, ehe die „Roten“ in Führung gingen. Dabei half der Mainzer Torwart Karius kräftig mit. Nach einer Ecke von Hiroshi Kiyotake leistete er sich eine Faustabwehr, die sich in jedem Lehrbuch in der Rubrik „So nicht“ wiederfinden würde. Nutznießer war 96-Profi Jimmy Briand, der das allerdings auch richtig gut machte: Statt mit Wucht und Risiko draufzuhalten, schob er den Ball mit Gefühl an ganz vielen Beinen vorbei zum 1:0 ins Tor.

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Die Bilder zum Spiel zwischen Hannover 96 und dem FSV Mainz 05.

Zu diesem Zeitpunkt hätte die Partie vor spärlicher Kulisse (30.500 Zuschauer) schon entschieden sein können. Bereits in der 5. Minute hätte der starke Lars Stindl seine Mannschaft in Führung bringen können. Nach sehenswertem Doppelpass mit Joselu scheiterte er jedoch an dem in dieser Szene glänzend reagierenden Karius.

Mainzer Chancen? Sie waren zunächst selten. Pablo de Blasis hatte eine Möglichkeit in der 31. Minute, ansonsten durfte man sich wundern, wie diese harmlose Elf gegen Paderborn vor vier Tagen zu fünf Treffern gekommen war.
In der 1. Halbzeit hatte 96 alles im Griff, ohne besonders aufdrehen zu müssen. Und na klar, ein bisschen mehr Spektakel wünscht man sich in einem Heimspiel, aber dazu ist die Mannschaft immer noch zu vorsichtig. Es gab ein paar schöne Spielzüge, vor allem dann, wenn Stindl oder Hiroshi Kiyotake daran beteiligt waren.

Aber in der 2. Halbzeit schlichen sich mehr Fehler ins hannoversche Aufbauspiel ein. Die Mainzer, die bereits drei Minuten vor den Gastgebern nach der Halbzeitpause auf den Platz zurückgekehrt waren, wirkten nun entschlossener. Der Pfostenfreistoß von Johannes Geis hätte eigentlich Warnung genug sein müssen (54. Minute). Aber irgendwie kam 96 in der zweiten Hälfte nicht richtig auf Touren. Briand hätte für das 2:0 sorgen können, nein müssen, aus kurzer Distanz machte er es aber in der 62. Minute deutlich schlechter als beim Führungstor.

Etwas zu früh machten die Hannoveraner den Eindruck, dass ihnen das 1:0 reicht. 20 Minuten vor dem Ende durften sich die Mainzer am 96-Strafraum den Ball ungestört zuschieben, sodass der eine oder andere Fan unruhig wurde. Die Mainzer wollten doch nicht etwa …

Doch sie wollten, und sie schafften es auch: In der 77. Minute sorgte Elkin Soto nach einem Schlafmützenanfall in der 96-Abwehr für das 1:1. Erst in den letzten fünf Minuten versuchte 96 noch mal alles – zu spät.

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