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Hannover 96 „Einziger Trennungsgrund ist mein Alter“
Sportbuzzer Hannover 96 „Einziger Trennungsgrund ist mein Alter“
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00:21 01.05.2015
Sören Osterland, Trainer von Hannover 96 II.
Sören Osterland, Trainer von Hannover 96 II. Quelle: Sielski
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Herr Osterland, wie haben Sie es aufgenommen, dass Hannover 96 sich am Saisonende von Ihnen trennen will?

Davon war ich schon überrascht. Ich finde es auch weiterhin enttäuschend. Ich habe mich voll mit dem Verein identifiziert, die Aufgaben und Ziele wie vorgegeben umgesetzt. Der einzige Grund, der mir genannt wurde, ist mein Alter - dagegen kann ich nun einmal nicht argumentieren.

Es wirkt widersprüchlich. Vor zwei Jahren waren Sie mit 27 Jahren nicht zu jung. Jetzt, mit 29, sollen Sie es plötzlich sein. Halten Sie Ihr Alter für einen vorgeschobenen Grund?

Vielleicht bin ich langsamer gealtert als erwartet. Aber Spaß beiseite: Das kann ich nicht beurteilen. Wenn der Verein sich neu ausrichten möchte, muss ich das akzeptieren. Mein Alter ist meine markante Eigenschaft, das ist ganz klar. Ob das von Vor- oder Nachteil ist, müssen die jeweiligen Entscheidungsträger beurteilen. In der täglichen Arbeit mit den Jungs hat das nie eine Rolle gespielt.

Waren Sie vielleicht zu unbequem?

Das denke ich nicht. Ich habe eine eigene Meinung, und die bringe ich stets zum Ausdruck - intern. Vor allem aber bin ich ehrlich und direkt. Das gehört meiner Ansicht nach aber einfach zum Trainerjob dazu. Ich sehe es als meine Pflicht, auch mal über den Tellerrand zu schauen und Sachen kritisch und konstruktiv zu hinterfragen, um das große Ganze voranzubringen und Dinge weiterzuentwickeln. Und das große Ganze heißt hier Hannover 96.

Was haben Sie sich für die abschließenden vier Spiele noch vorgenommen?

Wir wollen so schnell wie möglich den Klassenerhalt unter Dach und Fach bringen. Darüber hinaus sollen sich noch einige Jungs für Aufgaben der kommenden Saison empfehlen.

Wie sieht Ihre Zukunft aus?

Ich lasse das auf mich zukommen. Anfragen von anderen Vereinen gab es die gesamte Zeit. Es gab auch welche aus dem Profibereich. Das Finanzielle ist für mich dabei nicht primär ausschlaggebend. Die Arbeit muss Spaß machen.

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