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Hannover 96 Erster Dämpfer im Testspiel gegen Bielefeld
Sportbuzzer Hannover 96 Erster Dämpfer im Testspiel gegen Bielefeld
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20:42 20.07.2014
Von Björn Franz
Über Bielefeld gestolpert: Hannover 96 landet im Testspiel mit einer Niederlage von 0:1 auf dem Hosenboden. Quelle: Zobe
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Bielefeld

Es war kein allzu langer Auftritt. Nur eine gute halbe Stunde durfte Miiko Albornoz bei seinem Debüt für Hannover 96 am Sonnabend ran. Doch das, was der Neuzugang des Fußball-Bundesligisten in diesem überschaubaren Zeitfenster gegen den Drittligisten Arminia Bielefeld vor 3273 Zuschauern zeigte, gab durchaus Grund zu vorsichtiger Hoffnung. Denn der Chilene machte auf der linken Verteidigerposition nach seiner Einwechslung einen guten Eindruck, wirkte sehr ballsicher und abgeklärt, bewies bei einem Torschuss auch seinen Offensivdrang – und war damit bei der überraschenden 0:1-Niederlage der „Roten“ auf der Bielefelder Alm einer der Lichtblicke.

Hannover 96 hat in der Vorbereitung auf die neue Saison den ersten kleinen Dämpfer einstecken müssen. Die „Roten“ verloren mit 0:1 beim Drittligisten Arminia Bielefeld. Den einzigen Treffer des Spiels erzielte vor 3273 Zuschauern bei drückender Hitze Christoph Hemlein.

Allzu große Bedeutung wollten die Verantwortlichen dem ersten Ausrutscher im dritten Testspiel der Saisonvorbereitung allerdings nicht beimessen. Trainer Tayfun Korkut sprach sogar von vielen Dingen, die ihm gut gefallen hätten, und bemängelte lediglich den Umgang mit den „vielen guten Torchancen“. Die beste davon vergab in der 31. Minute Lars Stindl. Der Kapitän scheiterte mit einem Foulstrafstoß – Florian Dück hatte 96-Linksverteidiger Christian Pander im Strafraum umgerissen – am Bielefelder Torhüter Alexander Schwolow. Es war nach dem Fehlschuss von Artur Sobiech am vergangenen Mittwoch beim 5:1-Sieg in Ramlingen bereits der zweite vergebene Elfmeter der „Roten“ in Serie.
Auch Dirk Dufner, der seinen Besuch der Partie kurzfristig wegen anderer Verpflichtungen abgesagt hatte, wollte am Tag darauf nicht allzu hart mit der Mannschaft ins Gericht gehen. „Natürlich will man als Bundesligist nicht gegen einen Drittligisten verlieren“, sagte der Sportdirektor. „Aber man hat gemerkt, dass die Jungs etwas platt sind und die Bielefelder unmittelbar vor dem Saisonstart stehen.“ Dass 96 dennoch „über 60 Minuten die bessere Mannschaft“ gewesen sei, bewerte er durchaus positiv.

Große Torgefahr strahlten die Gäste aber trotz spielerischer Überlegenheit nur selten aus. Die besten Torchancen hatten bis zum Seitenwechsel außer Stindl noch Edgar Prib mit einem Schuss von der Strafraumgrenze und Leon Andreasen per Kopfball. Doch Zählbares sprang nicht dabei heraus. Und als Korkut nach dem Seitenwechsel sämtliche Feldspieler austauschte – außer Albornoz kam dabei auch der zweite WM-Fahrer Hiroki Sakai erstmals in der Vorbereitung zum Einsatz – gelang den Bielefeldern sogar noch der Siegtreffer. Christoph Hemlein schlich sich bei einer missglückten Abseitsfalle in den Rücken der 96-Deckung und überwand den 17-jährigen Timo Königsmann aus gut zehn Metern.
Hannover 96: Königsmann – Pander  (60. Albornoz), Schulz (60. Anton), Marcelo (60. Thesker), Rankovic (60. Sakai) – Andreasen (46. Hirsch), Schmiedebach (46. Pietler) – Prib (46. Schlaudraff), Stindl (60. Ernst), Bittencourt (46. Sulejmani) – Joselu (60. Sobiech).

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