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Hannover 96 Fanforscher kritisiert 96-Ultras und Verein
Sportbuzzer Hannover 96 Fanforscher kritisiert 96-Ultras und Verein
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17:13 13.05.2014
Von Frerk Schenker
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Hannover

Der hannoversche Fanforscher Prof. Gunter A. Pilz hat Teile 96-Anhängerschaft aufgefordert, ihr eigenes Verhalten zu überdenken. Nach den gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Anhängern der „Roten“ am vergangenen Sonnabend sei klar geworden, dass eine große Mehrheit der Fans nicht hinter dem stehe, was ein kleiner Teil der Ultras im Stadion veranstalte. „Diese Gruppe unterstützt viel weniger die Mannschaft – sie sieht das Stadion eher als Ort, in dem man sich selbst feiern kann“.

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Zugleich plädierte Pilz, nicht alle Ultras über einen Kamm zu scheren. Nur ein kleiner Teil der Ultras setze sich über die Regeln hinweg. „Ein Großteil will die Tradition und die Atmosphäre im Stadion bewahren – und das ist lobenswert.“ Er forderte eine Allianz der Vernünftigen, die dieser kleinen Minderheit deutlich mache, dass das Stadion kein gesetzfreier Raum sei. „Die Rufe 'Ultras raus!' gelten nicht der gesamten Nordkuve, sondern nur diesem harten Kern.“

In Richtung der 96-Führung schickte Pilz die Forderung, den Dialog mit den Ultras zu suchen, um das Problem in den Griff zu bekommen. Zugleich warf er 96-Chef Martin Kind unsensibles Verhalten im Umgang mit den Fans vor. Es sei ein Fehler gewesen, die umstrittenen von der Polizei auferlegten Reisebestimmungen für das Auswärtsspiel in Braunschweig über die Medien zu kommunizieren und nicht klar zu  machen, dass die zwangsweise Busanreise keine Idee des Klubs, sondern Vorgabe der Polizei gewesen sei. „Er hätte sich mit den Fans an einen Tisch setzen sollen.“

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