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Hannover 96 Fragen und Antworten zum 96-Duell gegen Madrid
Sportbuzzer Hannover 96 Fragen und Antworten zum 96-Duell gegen Madrid
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06:15 02.04.2012
Von Heiko Rehberg
Foto: Ein Sieg muss her: Hannover 96 muss das Rückspiel gegen Madrid gewinnen, um das Halbfinale zu erreichen.
Ein Sieg muss her: Hannover 96 muss das Rückspiel gegen Madrid gewinnen, um das Halbfinale zu erreichen. Das Torverhältnis muss aber ebenfalls stimmen. Quelle: Petrow
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Die entscheidende Frage zuerst: Ganz Hannover ist heiß auf das Rückspiel am kommenden Donnerstag: Gibt es noch Karten für die Partie?

Anfang der Woche hieß es noch: Nichts geht mehr, was auch dazu führte, dass Eintrittskarten im Internet zu deutlich überhöhten Preisen angeboten wurden. Jetzt hat Atlético Madrid aber rund die Hälfte des zuvor angeforderten Karten-Kontingents zurückgeben. Die 1200 Karten werden am Montag von 12 Uhr an ausschließlich an 96-Mitglieder verkauft, die noch nicht im Besitz von Tickets für dieses Spiel sind. Dazu werden an genanntem Tag an den Stadionkassen am Nordeingang der AWD-Arena sechs Schalter geöffnet; nur hier sind die Karten zu haben. Der Klub weist ausdrücklich darauf hin, dass beim Kauf der eigene Mitgliedausweis vorzulegen ist. Die Tickets für die Blöcke S15 und S16 kosten 33 Euro (Vollzahler) beziehungsweise 22 Euro (ermäßigt). Ein guter Tipp: Man sollte Montag beizeiten zur Stelle sein.

Bei Atlético Madrid werden in Hannover gleich drei Spieler wegen einer Gelbsperre fehlen. Wie wichtig sind diese Akteure für die Spanier, und könnte das ein Vorteil für 96 sein?

Mit dem Verteidiger Juanfran sowie den beiden Mittelfeldspielern Gabi und Arda Turan steht den Madrilelen ein wichtiges Trio nicht zur Verfügung. Alle drei sind Stammspieler im Team von Trainer Diego Simeone, der sich für die rechte Seite nun etwas einfallen lassen muss, wo Juanfran und Turan im Hinspiel manchen Akzent setzten. Gabi, der Atlético-Kapitän, spielt zwar nicht so spektakulär wie ein Diego oder Falcao, ist aber als Stratege und knallharter Zweikämpfer sowie als verlängerte Hand des Trainers nahezu unverzichtbar. Seit der Gruppenphase fehlte er Atlético in elf Spielen nur einmal: wegen seiner ersten Gelbsperre. Also ganz klar: Vorteil für die „Roten“.

Hannover 96 ist extrem heimstark. Wie auswärtsstark aber ist Atlético Madrid bislang in der Primera Division und der Europa League gewesen?

In der spanischen Meisterschaft trumpft Atlético vor allem im eigenen Stadion auf. Auswärts hingegen war in jüngerer Zeit etwas die Luft raus. In den vergangenen vier Spielen gab es keinen Sieg (zwei Unentschieden, zwei Niederlagen); auch das trug dazu bei, dass der Klub als Tabellenachter bislang unter den Erwartungen geblieben ist. Da lief es in der Europa League mit zuletzt drei Auswärtssiegen deutlich besser (1:0 bei Celtic Glasgow, 3:1 bei Lazio Rom, 3:0 bei Besiktas Istanbul). Einschließlich Qualifikation und Play-off haben die Madrilenen nur einmal den Platz als Verlierer verlassen: beim 0:2 gegen Udinese Calcio. Doch das tat in der Gruppenphase am Ende nicht weh. Das macht zugleich deutlich, wie schwer die Aufgabe sein wird, die 96 kommenden Donnerstag gegen ein individuell stark besetztes Team erwartet. Zumal sich Atlético auch auswärts aufs Toreschießen versteht.

96 hat Sonntag mit Mönchengladbach einen starken Gegner? Wer wartet in der spanischen Liga auf Atlético?

Auch Atlético hat am Sonntag (12 Uhr) ein Heimspiel, und zwar gegen den punktgleichen Tabellenzehnten FC Getafe, den Madrider Vorstadtklub.

Mal einen Blick voraus: Falls 96 weiterkommen sollte, wartet im Halbfinale der Sieger aus dem Duell zwischen AZ Alkmaar und dem FC Valencia? Mit wem müsste 96 im Fall der Fälle rechnen?

Auch hier gewann das Heimteam, in diesem Fall die Niederländer, mit 2:1. Brett Holman und Maarten Martens bescherten mit ihren Toren dem Tabellenführer der Eredivisie einen kleinen Vorteil für das Rückspiel nächste Woche in Spanien. Valencia hatte das Spiel dominiert und durch Topal zwischenzeitlich ausgeglichen. Gut zu wissen für 96: Alkmaar verfügt über leidenschaftliche Fans, die ihre Elf immer wieder nach vorne trieben.

War 96 am Donnerstagabend im Fernsehen eigentlich ein Quotenhit?

Bei den Quoten heißt es: Schalke schlägt Hannover. Das Europa-League-Spiel zwischen Schalke 04 und Athletic Bilbao (2:4) verfolgten auf SAT.1 in der 1. Halbzeit von 21.05 Uhr an 3,32 Millionen Zuschauer (10,2 Prozent Marktanteil) und im 2.Durchgang von 22.05 Uhr an 4,33 Millionen (16,8 Prozent). Zeitgleich sahen auf Kabel 1 das 96-Spiel in Madrid 1,58 Millionen Zuschauer (4,8 Prozent) in der 1.Halbzeit und 1,73 Millionen Zuschauer (6,8 Prozent) nach der Pause. Gegen den „Bergdoktor“ im ZDF mit 5,74 Millionen Zuschauern waren Schalke und 96 chancenlos. Rätselhaft bleibt, warum die Herren des europäischen Verbandes UEFA, sonst bei Spielansetzungen Meister der Salamitaktik, ausgerechnet im Viertelfinale alle Spiele auf 21.05 Uhr terminiert hatten. Mal davon abgesehen, dass diese Anstoßzeit ohnehin ein schlechter Witz ist.

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