Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Hannover 96 Der Wunschstürmer
Sportbuzzer Hannover 96 Der Wunschstürmer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:48 09.01.2014
Der lettische Stürmer Artjoms Rudnevs wird an 96 verliehen – und reist noch am Donnerstag ins Trainingslager nach Belek. Quelle: dpa
Anzeige
Abu Dhabi

Hannover 96 leiht Artjoms Rudnevs bis zum Saisonende vom Tabellennachbarn aus. Am Morgen machte sich der lettische Stürmer aus Abu Dhabi, wo die Hanseaten derzeit im Trainingslager sind, auf den Weg nach Antalya. Dort landete er am frühen Abend. Und schon am Freitag soll Rudnevs – vorbehaltlich der obligatorischen medizinischen Untersuchung, die er noch am Abend im 96-Quartier absolvieren sollte – in Belek die erste Trainingseinheit mit seinem neuen Team bestreiten.

Wer ist Artjoms Rudnevs? Und vor allem: Was kann der 25-jährige Stürmer, den Hannover 96 vom Hamburger SV ausgeliehen hat? Seine junge Karriere in Bildern.

Mit der Verpflichtung des 26-jährigen lettischen Nationalspielers beendeten die Hannoveraner die selbst auferlegte Zurückhaltung auf dem Transfermarkt. Sportdirektor Dirk Dufner hatte wiederholt erklärt, dass er die Personalplanungen erst fortsetzen werde, wenn sich der neue Trainer Tayfun Korkut ein Bild von den vorhandenen Spielern gemacht und die aus seiner Sicht verbesserungswürdigen Mannschaftsteile benannt habe. Dass Rudnevs, der bereits unter Korkuts Vorgänger Mirko Slomka als Wunschkandidat der „Roten“ galt, am Donnerstag in die Türkei reiste, darf also getrost als Beleg dafür gewertet werden, dass diese Kennenlernphase abgeschlossen ist.

Anzeige

Doch das Leihgeschäft mit dem HSV wirft zugleich auch eine zuletzt häufig gestellte Frage neu auf: nämlich die, ob sich 96 vielleicht doch noch in diesem Winter von Mame Diouf trennen will. Martin Kind bestätigte am Donnerstag Anfragen der britischen Klubs Stoke City und Cardiff City sowie eines weiteren europäischen Klubs, bei dem es sich um den türkischen Verein Trabzonspor handeln soll, für den 96-Profi, der mit der Mannschaft ins Trainingslager geflogen ist. Doch zugleich ließ Kind anklingen, dass Rudnevs keinesfalls der Ersatzmann für den Stürmer aus dem Senegal sei, dessen Vertrag im Sommer ausläuft. 

Für die Die Spieler des Bundesligisten Hannover 96 geht es ab in die Sonne. Neun Tage lang werden sie sich in der Türkei im Trainingscamp auf die Rückrunde in der Bundesliga vorbereiten.

Ein möglicher Verkauf von Diouf, der den Verein in einem halben Jahr ablösefrei verlassen könnte, sei „keine wirtschaftliche Entscheidung“, sagte der Klubchef. „Wir planen bis zum 30. Juni mit ihm. Aber wenn es ein Angebot gibt und wir gegebenenfalls Ersatz verpflichten können, dann denken wir darüber nach.“ Das letzte Wort hat dabei offenbar Korkut. Wenn der Trainer den Stürmer, der in der Hinrunde fünf Tore für die „Roten“ erzielte, behalten wolle, so Kind, dann werde Diouf bleiben. Andernfalls müsse Sportdirektor Dufner den Transfermarkt sondieren und einen adäquaten Ersatzmann verpflichten – zusätzlich zu Rudnevs.

Es ist also gut möglich, dass der Lette beim Rückrundenstart in zwei Wochen neben Diouf stürmen wird – und nicht an seiner Stelle. Wichtig dürfte dem Neuzugang allerdings in erster Linie sein, dass er überhaupt spielt. Denn beim HSV kam Rudnevs, der vor eineinhalb Jahren für 3,5 Millionen Euro als Torschützenkönig der polnischen Liga (22 Treffer) von Lech Posen zu den Hanseaten kam, zuletzt hinter Pierre-Michel Lasogga nicht mehr über die Rolle des Ersatzmannes hinaus. Nachdem er in der vorausgegangenen Saison als Stammkraft noch zwölfmal getroffen hatte, stand er in dieser Spielzeit nur einmal in der Startelf und kam lediglich auf 180 Bundesligaminuten – ohne Torerfolg. Das soll sich in Hannover ändern.

Und weil sich die „Roten“ bei dem 500 000 Euro teuren sechsmonatigen Leihgeschäft dem Vernehmen nach eine Kaufoption gesichert haben, durch die sie Rudnvs im Sommer für zwei Millionen Euro verpflichten können, könnte er im Sommer dann doch noch das werden, was er jetzt offenbar nicht ist: der Ersatzmann für Mame Diouf.

Ballas nach Saarbrücken

Am ersten Tag des Trainingslagers in Belek ist bei 96 noch eine zweite personelle Entscheidungen gefallen. Abwehrspieler Florian Ballas wechselt auf Leihbasis zum Drittligisten 1. FC Saarbrücken. Der Abwehrspieler war mit 96 nach Belek geflogen und nach der Ankunft sogleich weiter ins Quartier der Saarbrücker gereist – das liegt nur wenige Kilometer vom Resort der Hannoveraner entfernt. Der schon vor einigen Tagen geplante Transfer war zunächst gestoppt worden, weil der neue 96-Coach Tayfun Korkut den 21-Jährigen im Training beobachten wollte. Der gebürtige Saarbrücker war vor der Saison aus Nürnberg gekommen, kam in der 1. Liga aber nicht zum Einsatz. Nun soll Ballas bis zum Saisonende beim Vorletzten der 3. Liga Spielpraxis sammeln.

r.

11.01.2014
08.01.2014
Hannover 96 Kranke Mutter Grund für Verspätung - Saftige Strafe für Diouf
Christian Purbs 07.01.2014