Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Hannover 96 „Wir sind klar im Kopf“
Sportbuzzer Hannover 96 „Wir sind klar im Kopf“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
02:02 20.05.2015
„Können mit Druck umgehen“: Edgar Prib erzielte gegen Schalke 04 das erste Saisontor. Ein weiterer Treffer des Mittelfeldspielers gegen Freiburg würde 96 sehr helfen. Quelle: Peter Steffen
Anzeige

Herr Prib, durch den 2:1-Sieg in Augsburg hat Ihre Mannschaft am Sonnabend im Heimspiel gegen den SC Freiburg noch alle Chancen, den Klassenerhalt zu schaffen. Wie wichtig war der Erfolg auch für das Selbstvertrauen der Spieler?

Wir stehen jetzt zwar über dem Strich, haben jedoch im Hinterkopf, dass wir immer noch nichts erreicht haben. Wir müssen unseren Weg, den wir in den vergangenen Wochen gegangen sind, weitergehen und dabei konzentriert arbeiten, ohne die Lockerheit zu verlieren.  Man braucht eine gute Balance zwischen Anspannung und Entspannung. Ich denke, die haben wir zurzeit.

Die Mannschaft scheint in den vergangenen Wochen auch die richtige Balance auf dem Platz gefunden zu haben.

Uns ist es mittlerweile gelungen, eine gute Stabilität im Team zu erreichen, die uns jetzt zugute kommt. Die Abstimmung hat sich verbessert, man hat sich gefunden. Wir hatten auch eine Zeit, die aufgrund von vielen Verletzungen nicht einfach war. Da war es schwierig, den Rhythmus zu finden. Aber jetzt haben wir ihn.

Anzeige

Mit dem 2:1-Erfolg endete auch die schlimme Negativserie von 16 Spielen ohne Sieg. Sind Sie erleichtert, nicht mehr darauf angesprochen zu werden?

Das hat uns vorher auch nicht interessiert. Es war zwar schade, dass wir bis zum Spiel in Augsburg in diesem Jahr nicht gewonnen hatten, aber wir wussten ganz genau, warum das so ist. Wir hatten oftmals Pech, es gab einige Fehlentscheidungen. Das kostet natürlich Nerven. Aber wir waren uns sicher, dass es nicht immer so weitergehen wird.

Abstiegskampf ist für Sie nichts Neues. Vor Ihrem Wechsel nach Hannover im Sommer 2013 haben Sie mit Greuther Fürth um den Klassenerhalt gekämpft. Ist die damalige Situation mit der aktuellen vergleichbar?

Der Unterschied zu Fürth ist, dass die 96-Mannschaft eine ganz andere Qualität hat. Da ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass man vorn mal ein Tor schießt und hinten keins reinbekommt.

Welche Erfahrungen haben Sie aus dem Abstiegskampf mit Fürth mitgenommen?

Es heißt ja immer, Abstiegskampf stärkt den Charakter und macht einen druckresistenter. Dass wir mit Druck umgehen können, haben wir in den letzten Wochen gezeigt.

Ein Punkt im Heimspiel gegen Freiburg könnte zu wenig für den Klassenerhalt sein. Groß taktieren können Sie nicht.

Wir haben auch gegen Augsburg nicht taktiert und voll auf Sieg gespielt. Wir wollten unbedingt gewinnen – und das gilt auch für das Spiel gegen Freiburg.

Sechs Teams stecken noch mittendrin im Abstiegsschlamassel, alle stehen am letzten Spieltag unter enormem Druck. Wie entscheidend ist dabei die mentale Verfassung der Spieler?

Fußball ist auch zum großen Teil Kopfsache. Und wir sind klar im Kopf.

Interview: Christian Purbs

Schmiedebach wieder dabei

Für eine vollständige Trainingseinheit reichte es noch nicht. Nach gut einer Stunde war gestern Vormittag Schluss für Manuel Schmiedebach. Der Mittelfeldspieler musste in Augsburg aufgrund von muskulären Problemen passen. Beim Endspiel um den Klassenerhalt gegen Freiburg wird der 26-Jährige aber wahrscheinlich wieder dabei sein. „Ich gehe davon aus, dass er das nächste Mannschaftstraining wieder voll mitmachen kann und gegen Freiburg einsatzbereit ist“, sagte 96-Trainer-Michael Frontzeck. Wenn Schmiedebach fit ist, wird er am Sonnabend den gesperrten Rechtsverteidiger Hiroki Sakai vertreten. In der Offensive steht Frontzeck mit Leonardo Bittencourt eine weitere Alternative zur Verfügung.
Dienstag gab es zum letzten Mal vor dem Spiel gegen Freiburg die Möglichkeit, den 96-Profis beim Training zuzuschauen. Alle weiteren Einheiten im Trainingslager in Marienfeld sind geheim.

Norbert Fettback 18.05.2015
18.05.2015
Norbert Fettback 20.05.2015